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Interview mit Sean Pertwee: 7 Days to Live

Sean Pertwee spielt den Hauptdarsteller in dem Film 7 Days To Live Frage: Wie kam es, dass sie in einem deutschen Film die Hauptrolle spielen? Sean Pertwee: Der Regisseur Sebastian Niemann und ...

Interview mit Sean Pertwee


Sean Pertwee spielt den Hauptdarsteller in dem Film 7 Days To Live

Frage: Wie kam es, dass sie in einem deutschen Film die Hauptrolle spielen?

Sean Pertwee: Der Regisseur Sebastian Niemann und der Producer Simon Happ kamen nach London, um sich Filme anzusehen und ein paar Leute zu treffen. Sie kannten den Science-Fiction-Horrorfilm Event Horizon, den sie sehr mochten. Also wollten sie sich auch mit mir treffen. Wir trafen uns und haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden. Ich hatte gleich das Gefühl, dass die beiden ein sehr großes Potenzial haben - eine Geschichte mit den zwei Menschen in diesem Haus - sowas hatte ich vorher noch nicht gedreht. Ich konnte die Ideen und Visionen von Sebastian sehr gut nachvollziehen. Er ist genauso ein film buff wie ich, also hatten wir viel, über das wir reden konnten.

Frage: Haben ihnen die beiden bei diesem ersten Treffen schon ein Drehbuch vorgelegt?

Sean Pertwee: Ja, es gab bereits ein Skript. Aber es war so schrecklich ins Englische übersetzt … (lacht). Ursprünglich sollte 7 Days To Live ein rein deutsch besetzter Film werden, aber Sebastian und Simon haben entschieden, dass sie das Projekt größer anlegen werden, weil ein europäischer Markt für den Film vorhanden ist. Also haben sie Amanda Plummer für die Rolle der Ellen kontaktiert, und als ich hörte, dass sie dabei ist, habe ich sofort zugesagt. Ich wollte schon immer mit Amanda arbeiten. Sie ist ein wahres Schauspiel-Phänomen.

Frage: Was hat sie denn am Drehbuch besonders gereizt?

Sean Pertwee: Ich wollte die Gelegenheit nutzen, eine Geschichte zu erzählen, die man so vorher noch nicht gesehen hat. Ich mochte das Grundmotiv Schmerz und Verlust - ähnlich wie in "Wenn die Gondeln Trauer tragen" - und das Gefühl dieser unendlichen Trauer, die Ellen und Martin fühlen müssen. Das ist eine sehr interessante Ausgangsposition für einen solch atmosphärischen Film. Und ich mochte die unerwarteten Wendungen des Films: Irgendwann weiß der Zuschauer nicht mehr, ob Ellen verrückt wird oder Martin seinen Verstand verliert … Dieses psychologische Element fand ich ebenfalls sehr interessant.

Frage: 7 Days To Live paßt in keine Genre-Schublade. Wie würden sie den Film beschreiben?

Sean Pertwee: Am ehesten als psychologischen Thriller. Die Zuschauer sollten nicht erwarten, dass sie einen lupenreinen Horrorfilm vorgesetzt bekommen. Es geht um die Menschen und ihr Seelenleben und nicht um guts'n'gore.

Frage: Der deutsche Film ist nicht gerade für exzellente Gruselthriller bekannt. Das scheint in Europa eher die Domäne Ihrer Heimat England zu sein.

Sean Pertwee: Ja, "Hammer, House of Horror" und diese Sachen. Aber der britische Gruselfilm ist immer etwas übertrieben … Aber auch das war ein Grund, warum ich unbedingt mit Sebastian arbeiten wollte: Es gibt so unglaublich viele Dinge, die er an anderen Filmen liebt und schätzt. Er respektiert andere Genre-Filme, und er ist ein sehr aufmerksamer Regisseur. 7 Days To Live ist kein Big-Budget-Film, und Sebastian wußte stets ganz genau, wie man mit einfachen Mitteln die Atmosphäre erzeugen kann, die der Film braucht.

Frage: Sowohl der Regisseur als auch der Produzent von 7 Days To Live sind noch sehr jung. Gehört diesen enthusiastischen jungen Filmemachern die Zukunft des europäischen Kinos?

Sean Pertwee: Auf jeden Fall. Auch ich bin Mitinhaber einer Produktionsfirma namens Natural Nylon, und nicht zuletzt darum mochte ich die Jungs von Indigo Film. Ich fühlte mich gleich mitgerissen. Wir haben zusammen am Drehbuch gearbeitet, Szenen geschnitten … die beiden sind sehr offen und legen Wert darauf, dass das Team bei der Arbeit zu einer Einheit verschmilzt. Das reizt mich an der Arbeit mit jungen Filmemachern: Sie haben einen sehr großen Enthusiasmus, sie umgeben sich mit Menschen, die ihr Handwerk beherrschen, sie sammeln die Ideen, und sie warten dann mit einer interessanten Geschichte und einem interessanten Film auf. Und das ist der Verdienst von allen, die daran gearbeitet haben.

Frage: Lassen sie uns ein wenig über Martin sprechen. Er ist auf den ersten Blick ein sehr starker Mann, aber es scheint, dass er seine Verletzlichkeit verbirgt.

Sean Pertwee: Absolut richtig. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Wenn man einen geliebten Menschen verliert, versuchst du stark zu sein. Für deinen Partner, für deine Familie. Und weil du deine wahren Gefühle damit so unterdrückst, kommt es irgendwann zu einer emotionalen Explosion. Im Grunde treibt sich Martin selbst zum Nervenzusammenbruch. Aber natürlich steckt noch viel mehr dahinter. Er ist sehr verletzlich, aber er würde nie zugeben, dass dem so ist. Vielleicht ist er sich dessen nicht mal bewußt.

Frage: War es schwer für sie nachzuvollziehen, wie sich Martin nach dem Verlust seines Sohnes fühlen musste - besonders unter dem Aspekt, dass seine Frau jetzt auch noch ganz offensichtlich den Verstand verliert?

Sean Pertwee: In gewisser Weise war es schwer. Aber man kann Bögen schlagen aus der eigenen Erfahrung, obwohl mir ein Ereignis von solcher Tragweite glücklicherweise noch nicht widerfahren ist. Aber es ist einfach schrecklich, wenn man mit ansehen muss wie Menschen, die man liebt, in Stücke brechen. Diese unendliche Traurigkeit, mit der Martin und Ellen kämpfen müssen, macht wiederum - wie schon gesagt - für mich den Reiz von 7 Days To Live aus.

Frage: Neben Amanda Plummer und ihnen ist das Haus in 7 Days To Live der dritte Hauptdarsteller. Glauben sie, dass Objekte einen solchen Einfluß auf Menschen nehmen können?

Sean Pertwee: Aber auf jeden Fall! Häuser leben und atmen, man kann sich in ihnen geborgen fühlen oder unwohl. Häuser können sehr deprimierend wirken. Es passieren so viele Dinge in einem Haus - und ich glaube fest daran, dass es diese vielen Ereignisse absorbieren und als eine Art emotionale Energie an die Menschen weitergeben kann. Insofern ist das Haus in 7 Days To Live in der Tat der dritte Hauptdarsteller.

Frage: Mögen sie Gruselfilme eigentlich selbst?

Sean Pertwee: Oh ja, ich liebe sie.

Frage: Können sie sich noch an Ihren Ersten erinnern?

Sean Pertwee: Es muss irgendwas aus dem "Hammer, House of Horror" gewesen sein … "Blumen des Schreckens" oder "Das Dorf der Verdammten" glaube ich. Aber ich weiß noch genau, dass ich abends vor dem Fernseher saß und mir fast in die Hose gemacht habe. Besonders "Das Dorf der Verdammten" hat mich mitgenommen, weil wir selbst diesen schönen Garten mit allen möglichen Pflanzen hatten.

Frage: Was würden sie machen, wenn sie nur noch sieben Tage zu leben hätten?

Sean Pertwee: Oh Gott, ich habe keine Ahnung. Ganz bestimmt würde ich diese Zeit mit den Menschen verbringen, die ich liebe - meine Familie, meine Frau … Einfach zusammen sein und die Zeit genießen. Und eine verdammt große Party feiern! (DJFL)


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