Sie befinden sich hier: Home - Interviews - W - Interview mit Sharon von Wietersheim: Time Share

Die Eiskönigin Die Eiskönigin

Die Eiskönigin

Die furchtlose Königstochter Anna macht sich zusammen mit dem schroffen Naturburschen ...
...jetzt mehr!

Interview mit Sharon von Wietersheim: Time Share

Sharon von Wietersheim ist die Regisseurin des Films Time Share Frage: Wie wurden Sie als Regisseurin für das Projekt Time Share gewonnen? Sharon von Wietersheim: Jeanette Buerling, eine der ...

Interview mit Sharon von Wietersheim


Sharon von Wietersheim ist die Regisseurin des Films Time Share

Frage: Wie wurden Sie als Regisseurin für das Projekt Time Share gewonnen?

Sharon von Wietersheim: Jeanette Buerling, eine der beiden Produzentinnen, die ich aus München kenne, fragte mich bei einem zufälligen Treffen, ob ich Interesse hätte, dieses Buch zu verfilmen. Prinzipiell fand ich die Idee gut, konnte mir aber nicht vorstellen, den Film in Deutschland zu drehen.

Frage: Also haben Sie vorgeschlagen, den Stoff in die USA zu verlegen ...

Sharon von Wietersheim: Jeanette war zu dem Zeitpunkt mit ihrer Firma schon in Los Angeles und ich habe ihr vorgeschlagen, doch dort zu drehen. Auf mein Ansinnen hin hat sie mit Nastassja Kinski Kontakt aufgenommen, die ich seit "Die Reifeprüfung" toll finde. Jeanette Buerling hatte ursprünglich Veronica Ferres für die Rolle der Julia vorgesehen und Vivian Naefe als Regisseurin. Daraus wurde aus Gründen, die ich nicht kenne, nichts.

Frage: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Nastassja Kinski?

Sharon von Wietersheim: Sie ist eine wunderschöne Frau und hat ungeheuere Leinwandpräsenz.Nastassja ist sehr kooperativ und sie besitzt eine tolle Mischung aus Sensibilität, Erotik und Kindlichkeit. Allein schon für diese Momente lohnt es sich, mit ihr zu drehen.

Frage: Nastassja Kinski firmiert auch als Co-Produzentin. Hat sie in dieser Funktion Einfluss auf den Film genommen?

Sharon von Wietersheim: Nein. Eigentlich nicht. Nastassja hat einen Song zum Film beigesteuert und deswegen einen zusätzlichen Credit bekommen. dass ihr Name zusätzlich auch als Co-Produzentin auftaucht, hat etwas mit Hollywood-Gepflogenheiten zu tun. Dort gewinnt man auf diese Art mal ganz gerne den einen oder anderen Star.

Frage: Und wie haben Sie Timothy Dalton für Time Share gewinnen können?

Sharon von Wietersheim: Er hat nicht lange gezögert. Das Drehbuch hat ihm gefallen, die Rolle auch. Wir beide haben lange telefoniert und schließlich hat er mir zugesagt.

Frage: Als ehemaliger Bond-Darsteller ist Dalton aber nicht die offensichtliche Besetzung für eine Komödie ...

Sharon von Wietersheim: Timothy ist ein hervorragender Schauspieler, der voll konzentriert seinen Spielcharakter auf den Punkt bringt. Er hat einen unglaublichen Charme und etwas sehr Leichtes an sich, genau die Eigenschaften, die man für eine Komödie benötigt. Er ist stets präsent in seinen Filmen und es ist ein Vergnügen, ihm zuzuschauen. Meiner Meinung nach hat er in unserem Film wirklich Qualitätsarbeit geleistet. Und diese wird von seiner Attraktivität nur noch unterstützt.

Frage: Es geht in Ihrem Film auch um typische Wohngemeinschaftserfahrungen. Sind da eigene mit eingeflossen?

Sharon von Wietersheim: Ja, natürlich. Aber ich hatte eigentlich keine echten Probleme in meiner WG. Ich habe lange mit einer Freundin zusammengelebt. Es gab erst Stress, als eine dritte Freundin bei uns einzog und die sich für ihren Bedienungsjob immer meine Versace-Kleider angezogen hat. Das fand ich nicht wirklich komisch. Ansonsten habe ich zu Frauen ein nonverbales Grundverständnis.

Frage: Was hat Sie eigentlich persönlich an diesem Stoff gereizt?

Sharon von Wietersheim: Die Möglichkeit, mit Kindern und Hunden am Strand von Malibu zu arbeiten. Im Ernst, ich empfinde es als eine besondere Herausforderung, mit Kindern zu drehen.

Frage: Aber es ist auch sehr schwierig, mit ihnen zu arbeiten ...

Sharon von Wietersheim: Nein, überhaupt nicht. Wenn dann nur wegen der Tatsache, dass Kinder bekanntermaßen nur sechs Stunden am Tag drehen dürfen und diese auch nicht am Stück. Das erfordert einen schwierigen logistischen Drehplan. Bei den ganzen Szenen mit so vielen Darstellern benötigt man eigentlich Zeit, die wir nicht hatten.

Frage: Waren Sie mit der Arbeit der Kinder zufrieden?

Sharon von Wietersheim: Unbedingt. Sie waren alle sehr professionell, nicht zuletzt, weil sie teilweise schon richtig "alte Hasen" sind. Zudem spielen Kinder mit einer außergewöhnlichen Natürlichkeit einfach drauf los, agieren frisch von der Leber weg und haben noch kein so ein starkes Über-Ich entwickelt, das sie ständig zur Selbstkritik zwingt.

Frage: Also alles eitel Sonnenschein am Set?

Sharon von Wietersheim: Man musss jedes Kind individuell behandeln. Ich habe schon einmal bei meinem preisgekrönten Siemens-Film mit Billy Kay gedreht - vollkommen problemlos. Auch mit Kevin (Zegers) lief es prima, der den ältesten Sohn von Nastassja spielt. Vielleicht hat er intuitiv gespürt, wie begeistert ich von ihm war. Kevin besitzt nämlich einfach alle Attribute eines Schauspielers. Er hat Ausstrahlung, sieht gut aus und kommt auf der Leinwand wirklich rüber.

Frage: Sie haben erstmals in den USA gedreht. Konnten Sie so arbeiten, wie sie sich das anfänglich erhofft hatten?

Sharon von Wietersheim: Nein, denn unter Zeitdruck (23 Tage) musss man Kompromisse machen, um überhaupt rechtzeitig fertig zu werden. Es fehlen mir zwar ein paar kleine Sequenzen, die ich einbauen hätte wollen, aber im Endeffekt ist Time Share genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Probleme gibt es bei Dreharbeiten schließlich immer und gekonnte Improvisationsarbeit zeichnet ein wirklich gutes Filmteam aus.

Frage: Gibt es große Unterschiede ob man in Deutschland oder den USA dreht?

Sharon von Wietersheim: Das ist ein wenig schwer zu beantworten, da es im Prinzip immer davon abhängt, wie man mit dem Team und den Schauspielern zurecht kommt. Eitelkeiten und Intrigen kann es schließlich überall geben. Im Prinzip ist es aber einfach so, dass in den USA alles größer ist. Mehr Leute, mehr Aufwand, mehr Kontrolle. In Deutschland geht es dagegen ein wenig familiärer - aber keineswegs unprofessioneller - zu. Somit besteht im Grunde kein wirklicher Unterschied.

Frage: Gab es Sequenzen, die Sie am Anfang der Dreharbeiten unterschätzt hatten?

Sharon von Wietersheim: Die Fähraufnahmen. Komischerweise gibt es in Amerika kaum große Fähren. Aber wir hatten dann das Glück, etwas Adäquates zu finden, das die Fahrzeuge nach Balboa Island transportiert. Die Schwierigkeit war allerdings, dass wir die Fähre zwar immer wieder benutzen durften, der Betrieb aber unterdessen ganz regulär weiter lief. Das heißt, wir musssten ganz schön zaubern, um die Szene entsprechend einzufangen.

Frage: Sie haben ihre Karriere als Schauspielerin, Moderatorin und Autorin angefangen. Haben Sie jemals bereut, dass Sie letztendlich Regisseurin geworden sind?

Sharon von Wietersheim: Nein, nie. Als Schauspielerin wurden, zumindest damals, in Deutschland nicht diejenigen Filme realisiert, bei denen ich gerne mitgespielt hätte. In einer Serie beispielsweise könnte ich niemals länger mitwirken, da würde ich durchdrehen. Und als Autorin habe ich mich oft darüber geärgert, was die Regisseure aus meinen Vorlagen gemacht haben. So kristallisierte sich das Regieführen schon bald als idealer Beruf für mich heraus. (DJFL)


Alle Interviews mit Interview mit Sharon von Wietersheim: Time Share

Interview mit Sharon von Wietersheim: Time Share
Sharon von Wietersheim ist die Regisseurin des Films Time Share Frage: Wie wurden Sie als Regisseurin für das Projekt Time Share gewonnen? Sharon von Wietersheim: Jeanette Buerling, eine der [mehr]



Interviews

Bei DigitalVD.de gibt es Interviews mit Prominenten, Stars oder Schauspielern. Ein Interview ist eine Befragung mit dem Ziel persönliche Informationen oder Sachverhalte zu einem Thema zu erhalten. Das journalistische Interview ist die bekannteste Form der Befragung. Wir befragen Personen persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Unsere Interviews werden in unterschiedlicher Form durchgeführt. Zusammen mit unseren Biografien liefert das Interview ein schönes Gesamtbild zu einem Schauspieler(in).

Wir führen Interviews mit Schauspieler und Schauspielerinnen, Regisseure und andere Prominente aus der Film-Branche. Möchten Sie auch gerne ein Gespräch mit uns führen? Sprechen Sie uns an.

[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z]

Gezielt ein Interview suchen:






+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Alles Gute!

zum heutigen Geburtstag
wünschen wir folgender Person:
Marion Kracht, und allen anderen!
> Weitere Geburtstage...