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Interview mit Sherry Hormann: Irren ist männlich

"Es gibt nichts Schöneres, als Menschen zum Lachen zu bringen." Sherry Hormann führte Regie in der deutschen Kinokomödie Irren ist männlich. Frage: Was macht für Sie den Reiz einer guten ...

* 1960 in Kingston, New York, USA, Regisseurin, Autorin Die gebürtige US-Amerikanerin Sherry Hormann studierte an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Filmausstatterin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Ihr Drehbuchdebüt Tiger, Löwe, Panther ... [komplette Biografie]

Interview mit Sherry Hormann


"Es gibt nichts Schöneres, als Menschen zum Lachen zu bringen."

Sherry Hormann führte Regie in der deutschen Kinokomödie Irren ist männlich.

Frage: Was macht für Sie den Reiz einer guten Komödie aus?

Sherry Hormann: Jede Komödie beruht auf einem tragischen Ereignis. Den Witz einer Komödie macht die Tatsache aus, dass Dinge, die sehr ernst sind, humorvoll betrachtet werden. Weinen und Lachen liegen sehr eng beisammen. Man könnte die Geschichte natürlich auch so erzählen: Nach 13 Jahren erfährt ein Mann, dass er unfruchtbar ist, und dass die Kinder seiner Frau nicht von ihm sind. Das kann der Stoff für ein großes Drama sein. Wir haben daraus eine Komödie gemacht. Und das hat mir ungeheuren Spaß bereitet.

Frage: Warum bezeichnen Sie Irren ist männlich als eine Gesellschaftskomödie?

Sherry Hormann: Bei einer Gesellschaftskomödie geht es nicht um die enge Welt zwischenmenschlicher Abläufe. Es geht vielmehr um Themen, die Spiegel gesellschaftsrelevanter Moralvorstellungen, Ängste und Vorurteile sind.

Frage: Was war für Sie das Wichtigste bei diesem Film?

Sherry Hormann: Ich überrasche immer gerne, weil das wach hält. Deswegen hat es mich sehr gereizt, mit Corinna Harfouch und Herbert Knaup zu drehen. Die beiden haben ja noch nie in einer Komödie gespielt. Viele unterscheiden zwischen sophisticated comedy, romantic comedy und den Komödien aus der Schenkelklopf-Abteilung. Irren ist männlich würde ich als romantic oder social comedy bezeichnen, weil es bei dieser Art von Komik durchaus auch traurige Momente gibt. Und diese beiden gegensätzlichen Aspekte zu verbinden, empfinde ich als eine der vordringlichsten Aufgaben beim Drehen einer Komödie.

Frage: Wird der deutsche Komödien-Boom anhalten?

Sherry Hormann: Es gibt nichts Schöneres, als Menschen zum Lachen zu bringen. Schließlich sind Komödien so alt wie die Welt. Man darf jedoch nicht den Fehler begehen, alle deutschen Komödien über einen Kamm zu scheren.

Frage: Kirsten Hager Produktion und Sherry Hormann Regie - prallen da zwei Welten aufeinander?

Sherry Hormann: Ich weiß, dass wir uns ergänzen, auf eine sehr lebendige und nach sechs Jahren noch immer überraschende Art. Nervenaufreibend und gleichermaßen lustvoll. Es gibt wenige Produzenten, die so ein Qualitätsbewußtsein haben und sich so engagieren. Bei Kirsten Hager weiß ich, dass ich nicht gegen die Produzentin einen Film mache, sondern mit ihr.

Frage: Thema "Frauen hinter der Kamera": Dreht eine Frau eigentlich andere Filme als ein Mann?

Sherry Hormann: Es scheint immer noch nicht selbstverständlich zu sein, dass Frauen Filme machen, denn diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Dabei nimmt die Zahl der Regisseurinnen stetig zu. Sicherlich ist es ein Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau den Film gedreht hat, schließlich gibt es ein männliches und ein weibliches Prinzip. Mut zu Emotionen, Courage für Wärme und die Bereitschaft, bis ans Äußerste zu gehen, zeichnen Frauen aus. Gerade sind hundert Jahre Kino groß gefeiert worden, aber niemand hat bemerkt, wie wenig Zeit erst vergangen ist, seit Frauen darin eine Rolle spielen.

Frage: Wie war die Zusammenarbeit mit Kameramann Gérard de Battista?

Sherry Hormann: Die Kunst des Filmemachens besteht ja darin, textlastige Bücher emotional umzusetzen. Dazu bedarf es eines ausgefeilten optischen Konzepts. Gérard de Battista verliebt sich nicht in seine eigenen Bilder. Er denkt dramaturgisch, ordnet sich der Geschichte unter und gibt jedem Schauspieler Raum. Eine seltene Gabe.

Frage: Was hat Sie an der Story so besonders gereizt, dass sie den Plot unbedingt verfilmen wollten?

Sherry Hormann: Was mich an der Geschichte am meisten gereizt hat, war, dass ein Mann und eine Frau, beide Ende Dreißig, seit 13 Jahren glücklich sind - und plötzlich gerät das ganze Gerüst durch das Aufdecken einer einzigen Lüge bedrohlich ins Wanken. Paradoxerweise ist aber genau dies ihre Chance, um sich über alles klar zuwerden. Ob man Lügen allerdings wirklich in aller Konsequenz durchziehen sollte, das würde ich doch in Frage stellen. Aber ein bißchen Schwindeln - ich denke, das ist drin. Lüge ist nicht immer das Gegenteil von Wahrheit. (DJFL)


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