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Interview mit Sofia Coppola: Lost in Translation

"Es geht um großartige, aber flüchtige Momente in unserem Leben." Sofia Coppola ist Regisseurin, Produzentin sowie Drehbuchautorin des Filmes Lost in Translation, Ross Katz ist ebenfalls ...

Interview mit Sofia Coppola


"Es geht um großartige, aber flüchtige Momente in unserem Leben."

Sofia Coppola ist Regisseurin, Produzentin sowie Drehbuchautorin des Filmes Lost in Translation, Ross Katz ist ebenfalls Produzent des Films.

Frage: Sofia, die Perspektive einer jungen Frau war bisher eine Konstante in Ihrer Arbeit. Jetzt aber, mit Bill Murray als Hauptdarsteller, wenden Sie sich auch einem älteren Mann und seinem Blickwinkel zu.

Sofia Coppola: ... und er steckt auch noch während seiner Midlife-Crisis in Japan, wo ohnehin schon alles so verwirrend ist. Charlotte ist mitten in dieser 'Was soll ich nur mit meinem Leben anstellen?'- Phase, die man Anfang zwanzig einfach hat. Sie und Bob haben etwas gemeinsam, aber sie erleben es aus unterschiedlichen Positionen. Sie steht noch am Anfang einer Ehe, er ist schon seit vielen Jahren verheiratet. In dieser Situation, an diesem speziellen Ort, entwickelt sich zwischen den beiden Kameradschaft. Zwei Menschen machen eine vergleichbare persönliche Krise durch, erschwert durch den Umstand, dass sie in einem fremden Land sind. Wenn ich auf Reisen, weg von zu Hause bin, geht es mir ähnlich, mache auch ich mir Gedanken über mein Leben.

Ross Katz: Als Sofia bei unserem ersten Treffen zur mir sagte 'Bill Murray ist mein Hauptdarsteller' war das einer der Punkte, die mich am meisten an diesem Projekt begeisterten. Ohne ihn konnten wir uns diesen Film nicht vorstellen. Hätte er nicht seine Zusage gegeben, hätte Sofia den Film nicht gemacht. Davon bin ich überzeugt. Er kann wirklich einen Film tragen und liefert eine wunderbare Darstellung.

Frage: Wie entstand die Idee zu Lost in Translation? War der Auslöser dafür eine ganz bestimmte Reise?

Sofia Coppola: Inspiriert wurde ich dazu von meinen Aufenthalten in Japan. Ich war Anfang zwanzig und besuchte Japan vielleicht sechs- oder siebenmal über die nächsten paar Jahre. Durch diese Reisen, durch meine Aufenthalte im Park Hyatt Hotel von Tokio wollte ich irgendetwas machen, das Tokio zum Schauplatz hatte. Mir gefiel der Gedanke, dass man in Hotels immer wieder den gleichen Leuten begegnet. Es entsteht so eine Art Gemeinschaftsgefühl, obwohl man sich nicht kennt oder miteinander spricht. Und als Ausländer in Japan erlebt man alles verzerrt und übersteigert. Man leidet unter dem Jetlag und reflektiert mitten in der Nacht sein Leben.

Außerdem liebe ich Bill Murray, wollte etwas für ihn schreiben und dabei seine sensible Seite zeigen. Ein bisschen war sie bereits spürbar in RUSHMORE, aber ich wollte noch mehr davon sehen. Darüber hinaus hat es einfach etwas Komisches an sich, in einer Situation fest zu stecken, in der man sich wirklich nicht befinden will.

Frage: Ist das Park Hyatt, in dem Sie selbst abgestiegen sind, auch das Hotel, das im Film zu sehen ist?

Sofia Coppola: Ja, obwohl ich, als ich jünger war, dort noch nicht wohnte, weil es teuer war (lacht) ... Ich habe dort später ein paar Mal gewohnt. Dieses Hotel hat eine ganz spezifische und schräge Eigenart. Wie eine ruhige schwimmende Insel mitten im Chaos von Tokio. Man findet dort eine "New York"-Bar und ein französisches Restaurant, aber eben in einer japanischen Ausgabe.

Ross Katz: Der Pool ist auch ziemlich beeindruckend. Und die Aussicht erst. Wir saßen oft am Fenster, schauten aus dem 40. Stock auf Tokio hinunter und fragten uns, wie zum Teufel wir diesen Film in ein paar Wochen drehen wollten.

Frage: Ross, wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

Ross Katz: Man hat uns zusammengebracht. Ich beendete gerade meine Arbeit an "The Laramie Project" und hielt mich wegen "In the Bedroom" in Los Angeles auf. Und dort arrangierte Bart Walker, Sofias Agent, glücklicherweise ein Treffen. Bart hatte mich gefragt, ob ich an einem Meeting mit Sofia interessiert sei. 'Machst du Witze', hatte ich geantwortet, 'sie gehört im Moment zu den aufregendsten Filmemachern'. Ich habe The Virgin Suicides ("The Virgin Suicides - Verlorene Jugend", 1999) über alles geliebt. Als wir uns trafen, war das ein ähnliches Gefühl, wie jemanden zum Abschlussball einzuladen. Nach unserem Gespräch dachte ich, was für einen wunderbaren Sinn für Humor, was für einen Blick auf das Leben sie doch hat. Sie hat eine sehr genaue Vorstellung von den Filmen, die sie inszenieren will, kennt jedes Detail. Ich wartete am Telefon, und als sie dann anrief, war das der beste Anruf, den man bekommen kann.

Aus unseren Unterhaltungen wurde klar, dass sie Charlottes Reise nachvollziehen wollte. Aber sie hatte auch Bob Harris, Bill Murrays Figur, ganz klar vor Augen. Ihr ging es um diese besonderen Augenblicke im Leben, in denen man eine Verbindung mit jemandem herstellt, obwohl es keinen Sinn ergibt und überhaupt nicht in die eigene Welt passt. Und obwohl sich jeder an einem ganz unterschiedlichen Punkt des Lebens befindet, sind doch viele Dinge gleich. Sofia sprach von einer Begebenheit, die nur einen kurzen Augenblick dauert und dennoch ein ganzes Leben lebendig bleibt. Für mich war das eine großartige Beschreibung des Films.

Frage: Sofia, sind Sie nach Japan geflogen, um weitere Inspiration zu suchen oder um dort das Drehbuch zu schreiben?

Sofia Coppola: Das Drehbuch entstand nicht in Japan. Dort bin ich schon oft gewesen und hatte von diesen Reisen Fotos gemacht. Viele der Orte im Film kenne ich selbst. Mein Freund Charlie Brown spielt immer den Reiseführer. Das ist natürlich sein Spitzname, in Wirklichkeit heißt er Fumihiro Hayashi. Er besitzt in Tokio ein Modemagazin, und ich kenne ihn schon sehr lange. Charlie ist auch im Film zu sehen, singt "God Save the Queen". Das singt er immer, und das war eines der ersten Bilder, um die herum ich meinen Film aufbauen wollte.

Ein Jahr vor Beginn der Dreharbeiten besuchte ich mit Freunden noch einmal Japan, nahm mit der Videokamera alles auf, was mir interessant schien. Danach habe ich mich dem Drehbuch zugewandt. Einiges von dem, was ich auf dieser Reise gesehen habe, findet sich dort wieder. Zum Beispiel das Aqua-Aerobic im Pool oder das Shabu-Shabu im Restaurant. Und dann gibt es natürlich diese Werbekampagnen in Japan. Amerikanische Schauspieler promoten ein Produkt und finden das etwas peinlich. Ich mache mich auf liebenswerte Art darüber ein bisschen lustig, finde nichts Heuchlerisches daran. Es ist einfach bizarr, in Japan zu sein, nach oben zu schauen und Brad Pitt auf einem Billboard zu sehen, wie er Kaffee anpreist oder wie sein Konterfei in einem Automaten schwebt. Das gehört zu den Dingen, die man in Japan eben nicht erwartet, wie etwa auch den Nachbau eines französischen Cafes.

Frage: Lost in Translation wurde ausschließlich an Originalschauplätzen in Japan gedreht. Wie bereitet man sich als amerikanisches Team auf eine so exotische Herausforderung vor - ganz besonders bei einem unabhängig produzierten Projekt mit einem bescheidenen Budget?

Sofia Coppola: Es war ein großes Abenteuer. Was ich an Tokio ganz besonders liebe, ist der große Unterschied zu Europa. In Kultur und Sprache wirkt dort alles viel fremdartiger. Alles ist anders dort, sogar der Einkauf von Lebensmitteln. Es gibt unterschiedliche Regeln und Traditionen, die man im Laufe der Zeit lernt. Wir konnten uns darauf einstellen. Acht von uns waren Amerikaner, der Rest Japaner.

Ross Katz: Auch für mich war das eine ganz neue Erfahrung. Auf eine solche Reise kann man sich nicht einlassen, ohne die Bereitschaft, seine Pläne vielleicht täglich ändern zu müssen. Ohne einen echten Partner geht das natürlich nicht. Sofia war wirklich vorbereitet für dieses Abenteuer. Es war eine total aufregende, manchmal aber auch beängstigende Zeit.

Das Problem ist ja nicht nur die Sprachbarriere. Damit müssen viele Menschen zurechtkommen. Mehr als 90 Prozent unserer Crew waren Japaner und davon sprachen viele kein Englisch. In Japan gibt es ein unterschiedliches kulturelles Protokoll, Dinge erledigt man dort auf eine andere Weise. Auch das Filmemachen ist davon betroffen, wie zum Beispiel eine Crew aufgebaut ist und arbeitet. Für beide Seiten bedeutete das einen großen Anpassungsprozess. Sofia und ich wollten keinen amerikanischen Film, keinen Film auf die gewohnte amerikanische Weise drehen. Viele andere machen genau das, ändern nichts an ihren Gewohnheiten.

Aber natürlich machte sich auch die Sprachbarriere bemerkbar. Eines nachts drehten wir die Feueralarmsequenz, die am Ende des Films zu sehen ist und mitten in der Nacht spielt. Unsere Casting-Leute, die zum großen Teil nicht Englisch konnten, waren großartig. Sie hatten 50 Statisten für uns aufgetrieben. Als wir, die Kamera und alles andere bereit waren, die Nacht ideal zum Drehen war, hatten die Statisten feine Anzüge an. Wir sahen zu ihnen hinüber und sagten 'Ähm ... es ist mitten in der Nacht...' und durch den Übersetzer ließen uns die Castingleute mitteilen, dass sie bereit wären. 'Aber um diese Zeit tragen die meisten Menschen Pyjamas oder Nachthemden', warfen wir nun ein. Und so musste Kostümdesignerin Nancy Steiner in Windeseile zum Kostümwagen laufen. Und dann gingen wir ins Park Hyatt und schnappten uns jedes Nachthemd, jeden Schlafanzug, Bademantel oder Kimono, den wir auftreiben konnten, und ließen dann die Statisten auf dem Parkplatz sich umziehen. Solche Dinge passierten häufig. Andererseits, und das ist weitaus aufregender, spiegelten diese Erfahrungen und Extreme auch die Ereignisse im Film wider.

Sofia Coppola: Respekt und Ehre gehören zu den Säulen der japanischen Kultur. Wir wollten beim Drehen eher den nationalen Traditionen folgen. Im Shabu-Shabu-Restaurant aber durften wir zum Beispiel nur bis vier Uhr nachmittags drehen. Als wir nur zehn bis fünfzehn Minuten überzogen, machte der Besitzer die Lichter aus. Weil wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig waren, waren wir respektlos gegenüber dem Eigentümer gewesen. So empfand es auch unser 2. Aufnahmeleiter.

Frage: Sie hatten nur 27 Drehtage zur Verfügung, arbeiteten sechs Tage die Woche.

Ross Katz: Reines Durchhaltevermögen, ein besseres Wort lässt sich dafür nicht finden. Wir haben uns alle sehr unter Druck gesetzt, um Sofia den Film zu ermöglichen, den sie sich vorgestellt hatte. Zum einen konnten wir dabei auf eine sensible Regisseurin bauen, die nicht nur weiß, was sie tut, sondern auch die Schauspieler versteht. Sie ist unglaublich intuitiv, aber im gleichen Maße anpassungsfähig. Zum anderen hatten wir mit Lance Acord einen bemerkenswerten Kameramann, der mit Sofia schon bei ihrem Kurzfilm "Lick the Star" (1998) zusammengearbeitet hatte. Lance ist einer dieser tollen Typen, die man mit dem Hubschrauber irgendwo absetzen kann, die dann mit der Kamera auf einen Baum klettern, um die beste Perspektive für eine Einstellung zu finden. Und die dabei immer begeistert und voller Elan bleiben.

Sofia Coppola: Lance und ich haben einige Zeit in Tokio verbracht, und beide mochten wir den Look dieser Stadt. Eine gewisse Spontanität wollten wir vermitteln, eine informelle Herangehensweise, als würde man durch die Stadt laufen und Schnappschüsse machen. In Schnappschüssen sind meine Erinnerungen an Tokio festgehalten. Wir wollten schnell und unaufdringlich sein, nichts übermäßig beleuchten müssen. Wir drehten heimlich, benutzten die Leute auf der Straße als Statisten. Die Kamera war klein und handlich. Im U-Bahnbereich darf man überhaupt nicht drehen. Wir mussten ständig in Bewegung bleiben, damit uns niemand aufhalten konnte. Nur ich, Scarlett, Lance und ein zwei andere waren dabei.

Ross Katz: Sofia hat mir immer gesagt, dass sie beweglich bleiben, nicht von vielen Leuten behindert sein will, wenn man plötzlich losrennen muss, um eine tolle Einstellung zu bekommen. Es ging also um Laufen und Drehen, und das aus zwei Gründen. Zum einen wegen der uns zur Verfügung stehenden knappen Zeit, zum anderen, um flexibler sein, sich dem Drehort besser öffnen zu können. Wenn man einen Film dreht, ist meistens alles sehr festgelegt im Sinne von 'Man kann nur zu diesem Zeitpunkt drehen, der Drehplan ist folgender und an diesem Tag werden folgende Szenen gedreht'. Wir wollten die Möglichkeit haben, uns davon befreien zu können.

Sofia Coppola: Wir haben viele Szenen ohne spezielle Genehmigung spontan auf der Straße gedreht. Eines Tages stieß mein Bruder Roman, der mit dem zweiten Aufnahmeteam drehte, dabei auf einige Yakuza. Sie forderten Geld von uns, denn das sei ihr Revier. Dort brachen wir sofort unsere Zelte ab. Unsere Crew half dabei, uns von anderen Yakuza-Gebieten fernzuhalten.

Ross Katz: An einem Tag hatten wir eine Innenaufnahme geplant. Und plötzlich fing es zu regnen an, an einem sehr interessanten Punkt, an der Kreuzung mit den Elefanten, dem Dinosaurier und all dem. Und Sofia wollte Charlotte inmitten dieser Menge von Japanern sehen, die mit ihren Regenschirmen zur Arbeit oder zum Lunch strömten. So beendeten wir unseren Dreh in der Spielhalle, packten unsere Sachen, rannten einige Blocks weiter und ließen im Regen die Kamera laufen. Wir haben unseren Plan komplett über den Haufen geworfen, weil das Wetter wirklich unberechenbar war, und wir einfach wussten, dass wir eine solche visuelle Konstellation nicht mehr vorfinden würden. Ich bin wirklich froh, dass wir so reagiert haben, und man kann die Szene auch im Film sehen.

Frage: Viele Independent-Filmemacher hätten sich für Digital Video oder High Definition entschieden. Aber Sie wollten auf Film drehen. Wie kam es dazu?

Sofia Coppola: Es gab Stimmen, die uns zu DV rieten, aber ich wollte ein romantisches Gefühl für unseren Film, ähnlich einer Erinnerung. Und Film kann das vermitteln. Mit unserem hoch empfindlichen Material (Kodak 5263) konnten wir auch ohne zusätzliches Licht überall drehen. Traditionelles Filmmaterial wird es vielleicht nicht mehr lange geben, deshalb wollten wir diese Gelegenheit nutzen, solange es noch geht. Durch Film entsteht ein nostalgisches und romantisches Gefühl von Vergangenheit. So nämlich erinnere ich mich an Dinge - über Filme und Fotos. Video ist ein Medium der Gegenwart.

Ross Katz: Keiner von uns wollte auf Video drehen. Das stand nie zur Diskussion. Unsere Philosophie war im Grunde, klein und angriffsfähig zu bleiben - was die Größe unserer Crew und unsere Flexibilität betraf. Und darüber hinaus wollten wir ein wunderbares Licht für unseren Film, ohne die riesigen Beleuchtungsprozesse, die Standard großer Filme sind. Wir wollten wenig Leute in der Crew und wenig künstliches Licht. Einige Stimmen aus dem Team von Lance monierten auf Japanisch, dass das Licht nicht ausreichen, dass es nicht hell genug aussehen würde. Aber Lance beruhigte sie damit, dass sie ihm einfach vertrauen mussten. Und das Ergebnis sieht spektakulär aus. Im Grunde haben wir weniger Licht in unserem Film benutzt als je zuvor. Lost in Translation leuchtet richtig, ist einfach wunderschön.

Frage: Welche Kommunikationsmittel gab es, um sich mit den vielen japanischen Mitarbeitern verständigen zu können?

Sofia Coppola: Wie es auch bei uns ablief, sieht man in der Szene, in der Bill den Werbespot dreht, und wegen der Übersetzung alles zehnmal länger dauert als üblich. Wir waren immer in Eile. Wenn man also auch nur mit einem Statisten im Hintergrund reden wollte, wurde das ein richtiges Projekt.

Ross Katz: Vieles wurde auch über Bilder und kleine Ratespiele vermittelt. Wenn wir zum Beispiel etwas beschreiben wollten und gerade kein Übersetzer greifbar war, malten wir es auf eine Tafel, zeigten darauf und dann verstanden es alle, hörte man nur 'Ah! Hi, hi, hi! O-kay, o-kay-o-kay!'.

Man verständigte sich durch Augenkontakt, Bilder, durch lebhaftes Winken mit den Händen, durch einige Brocken Japanisch oder Englisch und durch den verbindenden Wunsch, den gleichen Film zu machen. Wir hatten einen wirklich großartigen Beleuchter. Er heißt Yuji Wada, Wada-san. Er hat mit Godard und vielen anderen gearbeitet. Sein Englisch ist sehr gut. Sehr oft musste er deshalb auch am Set den Übersetzer spielen.

Unser Regieassistent Takahide "Taka" Kawakami ist in Osaka geboren, hat aber 16 Jahre in New York gelebt. Weil er beide Sprachen fließend spricht, musste er neben seinem eigentlichen Job ständig übersetzen, zunächst das Kommando wiederholen, dann ins Japanische übertragen, anschließend die Antworten und Reaktionen darauf wieder filtern und für uns übersetzen. Es gibt immer Kommunikationsmöglichkeiten, wenn sich Menschen für die gleiche Sache versammeln.

Frage: Über Bill Murray hinausgehend, hat Sofia auch von einigen jungen Schauspielerinnen Ausdrucksfacetten herausgeholt, die man zuvor von ihnen noch nicht gesehen hatte.

Ross Katz: Scarlett besitzt eine Weltgewandtheit, eine Lebenserfahrung, die weit über ihr tatsächliches Alter hinausgeht. Sie stellte auf Anhieb eine Verbindung zu dem Stoff und zu Sofias Arbeit her. Es war großartig, Scarlett, Sofia und Bill zusehen zu können. Sie sind alle enorm talentiert, haben sehr unterschiedliche Ansichten über das Leben und einen unterschiedlichen Background. Scarlett war Charlotte. Sie spielt eine junge Frau Anfang zwanzig, und so hat man sie im Kino bisher noch nicht gesehen.

Sofia Coppola: Für die Szenen, in denen Scarlett allein in ihrem Zimmer ist, habe ich die Crew auf ein Minimum reduziert. Es sollte intim bleiben, wie etwa ein Shooting für einen Fotografen. Ich kann ein Mädchen in ihrer Unterwäsche filmen, weil ich nicht irgendein großer Kerl bin. Wir verstehen uns, denn ich kenne dieses Alter. Das ist so eine Art Kurzschrift, mit der wir kommunizieren können.

RK: Die Rolle erfordert Komplexität. Scarlett hat genau das vermittelt, was Sofia über diese Figur zu Papier gebracht hat.

Frage: Wie war die Zusammenarbeit mit Bill Murray?

Sofia Coppola: Genauso, wie ich es mir erhofft hatte: Spaß in Tokio. Er ist sehr enthusiastisch, kann großartig mit der Crew umgehen und war für jeden ansprechbar. Er ist wunderbar im Improvisieren, und das hat viele Szenen sehr bereichert.

Ross Katz: Ich erinnere mich, dass wir Probleme mit dem Eigentümer eines Drehortes hatten. Bill lief zu ihm hinüber und war einfach unglaublich komisch. Er hob den Mann hoch, drehte sich mit ihm im Kreis und sagte' Jetzt kommen sie schon, wir brauchen nur noch eine Stunde!' Er war einfach unglaublich und einer der Hauptgründe, dass dieser Film so entstehen konnte, wie er tatsächlich entstand.

Ehrfurcht war im Spiel, wenn ich in Bills Nähe war. Er ist großzügig und freundlich, außerdem einer der nachdenklichsten, intelligentesten, wortgewandtesten und gebildetsten Menschen, die ich kenne. Er hat mit der Crew die Ausrüstung eingepackt und alle, die vom Nachtdreh erschöpft waren, auf sein Zimmer eingeladen. Um bei Eiern, Schinken und Champagner gemeinsam mit ihm ein Spiel der World Series anschauen zu können.

Sofia Coppola: Frühstück und Baseball, das war ein Spaß.

Frage: Mit Giovanni Ribisi hatten Sie schon vor Lost in Translation gearbeitet. Er war der Erzähler in "The Virgin Suicides - Verlorene Jugend".

Sofia Coppola: Genau, und ich wollte ihn immer irgendwann auch vor der Kamera haben. Mir gefällt er in dieser Rolle, denn sonst sieht man ihn eher in ernsteren Sachen. Er ist einer meiner Lieblingsschauspieler.

Frage: Was erzählten Sie Giovanni und Scarlett über die Ehe ihrer Charaktere?

Sofia Coppola: Wir haben alle zusammen in Los Angeles geprobt, so waren sie schon vertraut miteinander. In dieser Phase haben wir uns auch ein wenig über die Ehe ihrer Figuren unterhalten.

Frage: Und wie genau sehen die Parameter für die Beziehung zwischen Bob und Charlotte aus. Ist es nur eine Freundschaft?

Sofia Coppola: Eine romantische Aura soll spürbar sein, aber nur am Rande. Wie diese Beziehungen, die man im wirklichen Leben hat: etwas mehr als Freundschaft, aber keine echte Romanze. Es ist ein Flirt. Beide wissen, dass ihre Beziehung zu nichts führt. In meinen Augen hat das mit Sex wenig zu tun. Es ist unschuldig, romantisch, mehr eine Freundschaft.

Frage: Nach welchen Kriterien haben Sie die Karaoke-Titel, die sehr deskriptiv wirken, ausgewählt?

Sofia Coppola: Brian Reitzell und ich haben sie gemeinsam ausgesucht. Es war schwer, Songs für Bob zu finden, gerade, weil er zum ersten Mal wirklich aus sich herausgeht. Bei einem Karaokestand unterhielt ich mich mit Bill über Roxy Music und bat ihn, 'More Than This' zu singen. Er tat es, und ich hielt das für so süß, dass ich ihn bat, es auch im Film so zu singen. Glücklicherweise haben wir auch die Rechte für den Song bekommen.

Ross Katz: Musik ist ein Markenzeichen in Sofias Filmen. Sie setzt den Ton, die Atmosphäre des Films. Wir gingen in Tokio in eine Karaoke-Bar, im Bezirk Shibuya. Dort sahen wir Bill zu, wie er 'What's So Funny 'Bout Peace, Love And Understanding' und 'More Than This' sang. Das war surreal, witzig und sehr berührend.

Frage: Das andere Extrem ist Anna Faris und ihre Version von "Nobody Does It Better", die den Song zu Grunde richtet. Musste man sie dazu überreden?

Sofia Coppola: In keiner Weise, und deshalb beeindruckt mich Anna sehr. Sie ist zu allem bereit, bringt mich zum Lachen. Es macht einfach Spaß, ihr zuzusehen.

Frage: Die Originalmusik für den Film ist eher ungewöhnlich, denn nur zwei Musiker sind dafür verantwortlich. Wie haben Sie zusammengearbeitet?

Sofia Coppola: Wir hatten nicht wirklich einen Komponisten. Brian Reitzell ist Schlagzeuger, unter anderem bei Air, und hat mit mir schon bei "The Virgin Suicides - Verlorene Jugend" zusammengearbeitet. Er hat mir einiges an Tokio-Dreampop zusammengestellt, das ich mir anhören konnte, während ich über meinem Drehbuch saß. Davon haben wir letztlich eine Menge für den Film benutzt.

Ross Katz: Brian war schon während der Skriptphase in das Projekt eingebunden, weil er versteht, was Sofia zu übermitteln versucht. Auf Papier bringen kann man das nur schwer, aber Sofia weiß genau, wie sie es inszenieren muss. Und Brian hilft ihr, dafür den Sound zu finden. Es gibt ein paar Dutzend unverkennbare Musikstücke im fertigen Film. Es war ein richtiger Coup für uns, dass Kevin Shields von der Band My Bloody Valentine Originalmusik für den Film komponierte.

Sofia Coppola: Ich bin ein großer Fan von My Bloody Valentine und von der Musik, die Kevin für unseren Film geschrieben hat.

Frage: Mit Lost in Translation machen Sie den Zuschauer auf eine sehr persönliche Art und Weise mit einer exotischen und vor Menschen wimmelnden Stadt bekannt. Trotz Lärm und Hektik gibt es viele leise und intime Momente. Konnten Sie solche Momente in der Produktionsphase auch für sich selbst finden?

Sofia Coppola: Freunde führten uns in kleine versteckte Kneipen und Gassen. So macht Tokio Spaß, wenn man jemanden kennt, der dort lebt. Es gibt viele versteckte Orte, die sich ständig verändern. Es macht mir großen Spaß, neue Plätze zu entdecken und mich umzusehen. Seit dem Ende der Dreharbeiten bin ich nicht mehr in Tokio gewesen. Wenn ich jetzt den Film sehe, verspüre ich Sehnsucht, dorthin zurückzugehen.

Ross Katz: Jeder von uns, der in einer Beziehung lebte, rief zu wirklich ungewöhnlichen Zeiten zu Hause an. Wenn es Tag bei uns war, war es Nacht bei unseren Partnern. Man befindet sich in einer merkwürdigen Oase, in der dein reales Leben gar nicht existiert. Alles dreht sich nur um den Film und den Aufenthalt in Japan. Das ist das Leben. Eine bizarre, aber auch wunderbare Erfahrung. Wir wohnten nicht in Hotels und versteckten uns dort, sondern lebten wirklich in Japan und hatten dabei eine tolle Zeit. Wir trafen Menschen, schlossen Freundschaften, gingen aus und nutzten unseren Aufenthalt für richtige Erfahrungen.

Frage: Wenn das Taxi am Ende Tokio verlässt und die Kamera es begleitet, spürt man, dass es auch für die Filmemacher den Abschied signalisierte.

Ross Katz: Es gibt eine schöne Zeile in Sofias Drehbuch, die nicht nur die Erfahrungen von Bob Harris, sondern wahrscheinlich auch die unseren zusammenfasst: 'Bob steigt in die Limousine und fährt zum Flughafen. Glücklich darüber, nach Tokio gekommen zu sein, glücklich aber auch, nach Hause fahren zu können'. Diese Erfahrung kann nicht von Dauer sein. Aber sie wäre auch nicht das, was sie ist, wenn sie andauern könnte.

So viele Freundschaften entstanden während der Dreharbeiten. Wir mussten praktisch drei Abschlusspartys geben, weil man sich so einfach nicht trennen konnte. Nach Bills letztem Drehtag feierten wir mit der amerikanischen und japanischen Crew in einem chinesischen Restaurant. Wir hatten einen tollen Abend. Die Stimmung, die Energie - alles war einfach großartig. Jeder wollte sich von Bill verabschieden. Wir tanzten bis halb fünf am Morgen. Dann gingen alle nach Hause, duschten, zogen sich um und 40 Minuten später bestiegen Sofia, ich und eine kleine Crew den Zug, um die ganze Sequenz in Kyoto zu drehen.

Frage: Was soll ein Zuschauer für sich mitnehmen, wenn er den Film sieht. Eine bestimmte Atmosphäre, einen bestimmten Augenblick oder ein bestimmtes Gefühl?

Ross Katz: Ich hoffe, dass man eine solche Beziehung zu dem Film entwickelt, wie ich das getan habe. Ich glaube, es spielt keine Rolle, mit wem man sich identifiziert, ob mit Charlotte, Bob oder eben mit keinem von beiden. Jeder von uns ist irgendwann einmal etwas verloren, und manchmal gelingt es uns, eine Verbindung zu jemandem herzustellen, die uns dann aufs Neue inspiriert, die uns hilft, dass wir uns wieder sammeln können.

Frage: Und das ist etwas, was wir nie vergessen werden. Ich spüre, dass Sofia mit Lost in Translation ein Film gelungen ist, der nicht nur sehr witzig, sondern auch warmherzig und nachdenklich ist. Ein Film über Erfahrungen, die wir alle verstehen können.

Sofia Coppola: Ich kann eigentlich nur sagen, warum ich diesen Film machen wollte. Ich wollte zeigen, was ich an Tokio liebe, was ich bei einem Besuch dieser Stadt empfinde. Es geht um großartige, aber flüchtige Momente in unserem Leben. Sie sind nicht von Dauer, aber man erinnert sich daran, sie beeinflussen uns. Daran habe ich gedacht, darum genau ging es mir. (DJFL)


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