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Interview mit Steven Merting: Wolffs Revier

"Wenn ich traurig bin und Tränen rücken an, dann lasse ich sie auch zu!" Steven Merting, 28, spielt den neuen Kommissar, Tom Borkmann, in Wolffs Revier, ab 3. Juni 1999 auf Sat.1 Frage: Du hast ...

Interview mit Steven Merting


"Wenn ich traurig bin und Tränen rücken an, dann lasse ich sie auch zu!"

Steven Merting, 28, spielt den neuen Kommissar, Tom Borkmann, in Wolffs Revier, ab 3. Juni 1999 auf Sat.1

Frage: Du hast bereits mit 19 Jahren Deine erste Kinorolle gespielt.

Steven Merting: Schauspieler wollte ich schon früher werden. Die Kinorolle war sowieso nur ganz klein: zwei oder drei Drehtage in 'Grüne Hochzeit'. Alles fing mit einer Kinderidee an - ich wollte Fernfahrer oder Kosmonaut werden, und dann kamen die Indianerfilme. Ich war damals in der ersten oder zweiten Klasse und habe natürlich noch nicht an den Beruf Schauspieler gedacht, sondern nur so ganz entfernt davon geträumt. Und in der Schule habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht, Gedichte oder ähnliches vor Leuten vorzutragen. Ich habe in einer Jugendtheatergruppe gearbeitet, bis mein Vater irgendwann in der Zeitung gelesen hat, dass die Leipziger Schauspielschule einen Eignungstest macht - ich habe die Prüfungen bestanden.

Frage: Neben dem TV spielst Du auch Theater - wofür schlägt Dein Herz mehr?

Steven Merting: Zur Zeit fürs Fernsehen, weil es etwas Neues für mich ist und weil ich jetzt vier Jahre lang Theater gemacht habe, aber die Liebe zur Bühne ist schon groß. Es ist schön, sich direkt vor Publikum auszuprobieren, und es gibt meistens nicht so einen extremen Zeitdruck wie beim Film - es ist eine andere Art des Spielens. Das Handwerk ist dasselbe.

Frage: In Wolffs Revier spielst Du Kommissar Tom Borkmann - Deine erste Serien-Hauptrolle. Was ist das für ein Gefühl?

Steven Merting: Das war für mich das große Tor zu einer Welt, die ich nicht kannte. Als die Dreharbeiten abgeschlossen waren, war ich sehr traurig, weil plötzlich alles so weg war: das, was man ein halbes Jahr lang getan hat, gelebt hat, das ganze Team, die große Familie, die Kollegen.

Frage: Hast Du Angst, auf eine Serie festgelegt zu werden?

Steven Merting: Ja klar, obwohl es für Angst ja noch viel zu früh ist. Wenn ich mir vorstelle, ein Leben lang eine Serie zu machen, ist mir das im Moment nicht so angenehm. Aber 'Wolff' möchte ich jetzt erstmal gern weitermachen.

Frage: Wie waren die Dreharbeiten mit dem "alten Hasen" Jürgen Heinrich?

Steven Merting: Er ist ein Profi, sehr kollegial, und er hat mir extrem viel geholfen. Man kann sehr viel von ihm lernen. Jürgen hat mich sofort aufgenommen, ich habe nie irgendwelche Ressentiments gespürt, auch nicht vom Team. Natürlich hat er mich auch manchmal angestoßen und gesagt, 'Steve, wir haben eine Nahaufnahme, denk dran, du erzählst unwahrscheinlich viel mit den Händen oder spielst zu viel 'rum'. Aber er kritisiert auf eine Art und Weise, dass man sich bei ihm bedankt.

Frage: Beschreib doch mal Deine Rolle, was unterscheidet Dich von Deinem Vorgänger?

Steven Merting: Vorgänger ist eigentlich die falsche Bezeichnung. Ich versuche ja nicht, einen neuen Sawatzki zu spielen - das geht ja auch gar nicht - ich bin einfach ein neuer Partner, eine andere, jüngere Generation, es wird schneller erzählt, die Sprache ändert sich, wird härter, wird ein bißchen 'dreckiger'. Tom hat eine ganz andere Biographie: Er kommt aus der Drogenfahndung und war Entwicklungshelfer, hat schon was gesehen. Und er verhält sich anders, manchmal hat er zu schnell einen Verdacht, dem er verbissen nachgeht und dabei auch schon mal etwas übersieht. Wolff und Tom Borkmann ergänzen sich.

Frage: Wie hast Du Dich vorbereitet?

Steven Merting: Ich habe z. B. ein Schießtraining gemacht und mir alte Folgen 'Wolff' und andere Krimis angeschaut oder welche gelesen.

Frage: Hast Du eine besondere Affinität zu Krimis?

Steven Merting: Ich habe noch nie so richtig darüber nachgedacht. Es sind die Extreme, die in einem Krimi erzählt werden, die mir gefallen.

Frage: Hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht, wie es ist, wenn Du plötzlich im Licht der Öffentlichkeit stehst?

Steven Merting: Nein, ich bin ein Mensch, der sich furchtbar in etwas 'reinsteigern kann, ich kann nur spekulieren. Wie es dann wirklich ist, weiß man ja nicht. Ich warte ab.

Frage: Hast Du eine Traumrolle, die Du gern mal spielen möchtest?

Steven Merting: Eigentlich nicht. Gerade beim Film ist es so, dass ich erstmal ausprobieren muss, was alles machbar ist, was ich alles kann, wieviele Farben ich zeigen kann.

Frage: Vorbilder?

Steven Merting: Das ist eine schwierige Frage. Es gibt sehr viele tolle Schauspieler, mittlerweile auch in Deutschland. Ich habe z. B. mit Jürgen Vogel gearbeitet, um nur einen zu benennen. Das war professionell eine sehr angenehme Begegnung. Jürgen hatte damals schon viele Filme gemacht, war sehr erfolgreich, auch wenn er nicht vor der Kamera steht, ist er ein ganz normaler Kerl.

Frage: Ist Hollywood für Dich ein Thema?

Steven Merting: Das ist so gut in mir versteckt, dass ich darüber nicht rede - ich bin sehr abergläubisch.

Frage: Was machst Du in Deiner Freizeit?

Steven Merting: Stunts z. B., das klingt immer so, als ob ich über Autos springe. So ist es nicht, es ist ein körperliches Training, das auch meiner Rolle entspricht und auch einfach Fitness-Training. Es hat was mit Koordination, mit Selbstdisziplin zu tun. Ich gehe auch viel schwimmen, steppe und bin großer Basketball-Fan. Früher habe ich auch selbst gespielt, aber jetzt ist die Zeit zu knapp. Als ich beim Casting für 'Wolff' angenommen worden bin, war klar, ich kann mit meiner Mannschaft, den 'Red Socks' in Gotha, nicht mehr spielen.

Frage: Bist Du in festen Händen?

Steven Merting: Nein, ich bin frei.

Frage: Wofür gibst Du Dein Geld aus?

Steven Merting: Fürs Reisen. Und ich esse und koche gern, trinke auch mal einen guten Wein, aber alles im Rahmen. Die nächste 'Anschaffung' ist eine größere und schönere Wohnung.

Frage: Wohin verreist Du am liebsten?

Steven Merting: Ich möchte unbedingt nochmal nach Australien.

Frage: Worüber kannst Du weinen?

Steven Merting: Ich weine z. B. gern im Kino. Manchmal lasse ich mich völlig vom Kitsch überrumpeln. Wenn ich traurig bin und Tränen rücken an, dann lasse ich sie auch zu. Sie sind ja wichtig, sie haben ja einen Grund.

Frage: Und totlachen?

Steven Merting: Ich weiß nicht. Ich bin sehr gern mit meinen Freunden zusammen. Wenn man in einer Runde beisammen hockt, ergeben sich die witzigen Situationen.

Frage: Was ist der wichtigste Charakterzug, den ein Mensch haben sollte?

Steven Merting: Ich glaube, mit einem Charakterzug kommt man nicht weit. Für mich ist Ehrlichkeit eine Grundvoraussetzung. Positive Einstellung, das ist fürchterlich abgedroschen, aber Lebensfreude halte ich auch für sehr wichtig. Außerdem sollten Menschen natürlich sein und Respekt vor anderen haben.

Frage: Wenn Du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?

Steven Merting: Wenn's um das Allgemeine, um die Welt geht, wünsche ich mir, dass die Menschen zur Vernunft kommen. Klingt vernünftig, was? Weiter, dass meine Familie und meine Freunde gesund bleiben. Der nächste Wunsch ist Glück im Beruf und dann viel Liebe in jeglicher Form. Liebe hat ja etwas mit Erotik zu tun. Das können kurze Episoden oder auch längere oder die ganz große sein." (DJFL)


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