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Interview mit Thekla Carola Wied: Tod im Labor

Thekla Carola Wied spielt die Hauptrollen in den Sat.1-Produktionen "Der Weihnachtsmörder" und "Tod im Labor". Frage: Was fasziniert Sie an der Rolle der Staatsanwältin Dorothee Rathenau in den ...

Interview mit Thekla Carola Wied


Thekla Carola Wied spielt die Hauptrollen in den Sat.1-Produktionen "Der Weihnachtsmörder" und "Tod im Labor".

Frage: Was fasziniert Sie an der Rolle der Staatsanwältin Dorothee Rathenau in den Krimis?

Thekla Carola Wied: "Ich habe schon auf mehreren Stühlen der Gerichtsbarkeit gesessen. Ich war Richterin, Anwältin, Verteidigerin - eine Staatsanwältin fehlte mir noch, aber das nur nebenbei. Dorothee Rathenau ist eine Frau, die das Ruder herumreißen will, die einer plötzlichen Veränderung, einer Weiterentwicklung gegenübersteht. Sie hat eine neue Herausforderung: Nach Fällen aus dem Bereich Wirtschaftskriminalität und Steuerrecht arbeitet sie jetzt in der Abteilung für Mordprozesse. Eine Frau zu spielen, die in ihrem Leben nochmal etwas verändern will, die über Möglichkeiten nachdenkt, ihre Fähigkeiten ausprobieren will, war schon sehr reizvoll. Und privat überprüft Dorothee Rathenau ihre auf alten Gleisen laufende Ehe mit dem Ergebnis, dass sie sich trennt - eine faszinierende Figur."

Frage: Sie spielen die Rollen - so auch die der Staatsanwältin - mit großer Überzeugungskraft. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Thekla Carola Wied: "Ich bereite mich immer vor, Rollen sind auch eine Sache von Fleiß und Intensität. Ich versuche, die Vita einer Figur zu entwickeln und ins Milieu zu gehen. Für diese Figur habe ich mir zwei große Strafprozesse angesehen. Ich war eine Woche im Gerichtssaal, und das war etwa das Spannendste, das ich jemals erlebt habe. Es war Psychologie pur. Das hat mir sehr geholfen, weil ich die innere Dramatik in diesen Prozessen gespürt habe. Ich habe großen Respekt vor der Justiz gewonnen, und ich habe mir vorgenommen, das immer mal wieder zu machen. Ein Schauspieler kann dabei sehr viel lernen, weil dort die ganze Palette menschlicher Existenz ausgebreitet wird."

Frage: Spiegeln alle Ihre Rollen einen Teil Ihrer Persönlichkeit wider, oder ist es schauspielerisches Können, dass Sie jede Figur mit dieser Kraft darstellen?

Thekla Carola Wied: "Es wäre ja geradezu sträflich, wenn die Rollen nicht einen Teil der Persönlichkeit widerspiegeln würden, sie enthalten immer einen großen Part. Es ist natürlich auch schauspielerisches Können, aber man muss sich ja mit der Figur auf irgendeine Art identisch fühlen - das kann auch die Rolle eines Mörders sein. In jedem Menschen schlummern alle Extreme der Verhaltensweisen. Und so kann ich mich auch mit einem Mörder identifizieren, wenn ich die Phantasie habe."

Frage: Als Staatsanwältin haben Sie für Ihr Privatleben kaum Zeit. Wie schützen Sie sich privat davor, von Projekten nicht zu sehr eingenommen zu werden?

Thekla Carola Wied: "Wenn man in einem Projekt steckt, das ist derzeit bei meiner Theaterarbeit so, dann ist man wirklich total drin. Das akzeptiert mein Mann aber, er verfolgt alles mit großer Spannung und begleitet mich bei allen Höhen und Tiefen. Aber man ist schon sehr involviert, das ist klar. Ich schütze mich, indem ich größere Pausen einlege. Dann sage ich mir: 'Jetzt ist Schluß, es muss auch etwas anderes geben.' Das Leben, nicht das in den Rollen, hat für mich die größere Bedeutung. Nach den Pausen freue ich mich auch wieder auf eine Rolle und stürze mich mit Vergnügen 'rein."

Frage: Was zeichnet für Sie ein gutes Drehbuch aus?

Thekla Carola Wied: "Eine gute Geschichte natürlich. Eine, die einen realen Bezug zu unserem menschlichen Dasein hat. Dazu gehören stimmige Figuren, die über eine nachvollziehbare Psychologie verfügen. Es kann auch ein Märchen sein, ich brauche keine Action, um mit Spannung dabeizusein. Für mich ist es ein gutes Drehbuch, wenn ich über Befindlichkeiten staunen, mich wundern kann. Das Buch sollte natürlich auch gute Dialoge haben."

Frage: Gibt es eine Rolle, die Sie als Traumrolle bezeichnen?

Thekla Carola Wied: "Ich betrachte die Rolle, die ich gerade spiele, als meine Traumrolle. In dem Moment gibt es nichts anderes als diese Rolle."

Frage: Man hat Sie längere Zeit nicht mehr im TV gesehen, dafür haben Sie viel Theater gespielt. Ist Theater eine größere Herausforderung? Warum haben Sie sich vom breiten Publikum zurückgezogen?

Thekla Carola Wied: "Ich bin zur Zeit auf Theatertournee mit dem Stück 'Ninotschka', am 16. Oktober war Premiere in Bad Homburg. Das mache ich noch bis Ende des Jahres. Im Frühjahr stehe ich in München auf der Bühne, und ab Juni drehe ich 'Auf eigene Gefahr' für die ARD weiter, das wird ein knappes Jahr dauern. Ich habe mich gar nicht von dem breiten Publikum zurückgezogen, ich habe nach einer intensiven Fernsehtätigkeit nur mal eine Pause eingelegt und andere Sachen gemacht - Lesungen z.B. Das 'kleine' Publikum ist mir genauso wichtig wie das 'große'. Ich brauche keine Millionen, sondern ich freue mich, wenn die Leute so berührt nach Hause gehen wie z. B. nach der Theaterpremiere in Bad Homburg."

Frage: Inge Meysel hatte Sie in den 80er Jahren zur "Mutter der Nation" erklärt. Wie gehen Sie heute mit diesem "Titel" um? Ehrt er Sie, oder empfinden Sie das Image eher negativ?

Thekla Carola Wied: "Ich habe mit diesem Image nie besonders viel anfangen können. Es hat mich natürlich geehrt, weil ich Frau Meysel schätze, aber ich denke, das hatte mehr mit meiner Rolle in 'Ich heirate eine Familie' zu tun, als mit mir als Person."

Frage: Wie sehen Sie den Erfolg, den der deutsche Film derzeit hat?

Thekla Carola Wied: "Ich freue mich natürlich über diesen Erfolg, er ist ganz wichtig für den deutschen Film. Es sind tolle Schauspieler dabei, da wächst eine sehr kraftvolle Generation heran. Es wurde ja auch höchste Zeit."

Das Interview führte Anke Tollkühn. (DJFL)


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