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Interview mit Thomas Jahn: Knockin' On Heavens Door

Thomas Jahn, Regisseur und Drehbuchautor von Knockin' On Heavens Door, befindet sich zur Zeit in der Postproduktionsphase seines aktuellen Films Kai Rabe gegen die Vatikankiller. Der Streifen soll am ...

* 1965 in Hückelhoven/Hilfarth, Deutschland, Schauspieler Ein Blitzstart nach Maß. Gleich mit seinem ersten Film gelang Thomas Jahn das äußerst seltene Kunststück eines Films, der Publikum und Presse gleichermaßen begeisterte. Knockin' on Heaven's Door wurde für den Bundesfilmpreis nominiert und ... [komplette Biografie]

Interview mit Thomas Jahn


Thomas Jahn, Regisseur und Drehbuchautor von Knockin' On Heavens Door, befindet sich zur Zeit in der Postproduktionsphase seines aktuellen Films Kai Rabe gegen die Vatikankiller. Der Streifen soll am 26. November 1998 in die bundesdeutschen Kinos kommen. Thomas Jahn konnte sich aus dem Streß der abschließenden Arbeiten für ein paar Minuten befreien und mit unserem Online-Redakteur Gerhard Heeke ein telefonisches Interview führen.

Bei der Biographie von Thomas Jahn fällt auf, daß er zwar schon seit seiner frühesten Jugend sich mit dem Film und dem Filmen beschäftigt hat, er aber nie eine Ausbildung z.B. an einer Filmhochschule gemacht hat. Dazu befragt, äußert er, daß er sein Wissen vor allem aus Büchern zum Thema Film, durch das Lesen und/oder Ansehen von "Making Of ..." Filmen erworben hat. Als ganz besonders wertvolle Erfahrung und Vorbereitung empfindet er aber das Kino selbst. Einfach durch das mehrfache Anschauen der Filme, könne man herausfinden bzw. versuchen herauszufinden wie bestimmte Dinge gemacht worden sind.

Darauf angesprochen, ob neben dem Können nicht auch Geld und Kontakte in der Filmbranche sehr wichtig seien, sagt er, daß dieser Faktor seiner Meinung nach vollkommen überschätzt würde. Er rät dazu einfach etwas zu machen, eine Geschichte zu erzählen. Dies sei auch mit wenig Geld und einfachen Mitteln möglich. Sein erster Film ("Von Zeit zu Zeit" (1993)) sei mit einem Budget von 10.000 DM ausgekommen. Auch solle man berücksichtigen, daß man mit einem Etat von 10.000 DM es mit 10.000 Problemen und 10.000 Kompromissen zutun bekäme. Bei einem Etat von 5 Mio DM habe man dann auch mit 5 Mio Problemen und Kompromissen zu kämpfen. Außerdem seien No-/Low-Budget Produktionen das beste Training.

Ein Vorbild im eigentlichen Sinne hat Thomas Jahn nicht, dazu findet er einfach zu viele Regisseure gut. Er ist an allen interessiert. Seiner Meinung nach hat er auch viel von seinen Kollegen profitiert und zwar einfach dadurch, daß er sich ihre Arbeiten nicht nur einmal sondern zwanzig mal anguckt. Er gibt aber zu, eine ganze Zeit John Carpenter bewundert zu haben. Und dessen Vorbilder haben wiederum auch ihn bewegt. Auf die Frage, ob er mal mit einem bestimmten Schauspieler oder einer Schauspielerin drehen möchte, antwortet er offen, daß es in Deutschland einfach zu viele gute Akteure gibt, als daß er da jemanden bestimmtes bevorzugen würde. Er gibt zu, daß mit der Verpflichtung von Heinz Hoenig für Kai Rabe gegen die Vatikankiller gewiß ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen ist.

Auch heute empfindet er es noch als sehr vorteilhaft, daß er im Zusammenhang mit seinen Vorbereitungen zu Knockin' On Heavens Door die 2-day Film-School in Los Angeles besucht hat. Womit er sich in prominenter Gesellschaft befindet. Denn auch Quentin Tarantino und Spike Lee haben sich dieses Seminar nicht entgehen lassen. Dort bekommt man die Gelegenheit, nicht nur viel über das Filmemachen zu erfahren, sondern kann auch selber Fragen stellen. Durch diesen "Lehrgang" konnte Thomas Jahn damals das notwendige Selbstvertrauen gewinnen.

Nach dem Erfolg von Knockin' On Heavens Door konnte Thomas Jahn mit der amerikanischen Warner Bros. einen sogenannten Output-Deal abschließen. Dieser Vertrag besagt, daß für die nächsten drei Kinoproduktionen die Warner Bros. als Co-Produzenten mitwirken. Kai Rabe gegen die Vatikankiller ist der erste Film, der im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden ist. Der Output-Deal umfaßt auch eine internationale Produktion. Im Interview zeigte sich Thomas Jahn mit der bisherigen Zusammenarbeit sehr zufrieden. In seine künstlerische Freiheit werde nicht eingegriffen. Sämtliche Schnitte bzw. Änderungen werden in gemeinsamer Absprache vorgenommen.

Auf die Nachfrage, was Thomas Jahn denn als nächstes Projekt drehen möchte, antwortet er, daß er noch so unheimlich viel und auch unterschiedliches machen möchte. Ihm macht Kino, daß Geschichten Erzählen Spaß, und er möchte sich nicht auf irgendwas festlegen. Er gibt zu, manches mal, vor allem in der Vorbereitungsphase und während der Postproduktion, ungeduldig zu sein, da er noch sovieles machen möchte und Angst hat, keine Zeit mehr dafür zu haben.

Bis jetzt hat Thomas Jahn immer noch Filme gedreht, die auf seinem eigenen Drehbuch beruhen. Er begründet dies damit, daß er schon beim Schreiben des Drehbuches den Film das erstemal komplett durchgeht. Ihn sozusagen schon das erste Mal macht. In vielen anderen Drehbüchern sieht er nicht den Film, sondern nur ein literarisches Werk. Er bedauert daß es in Deutschland so wenig gute Drehbuchautoren gibt. Er hält sich selber zwar auch nur für Mittelmaß, aber wenigstens muß er es dann auch selber umsetzen.

Schließlich sind wir im Interview auch noch auf seinen neuen Film Kai Rabe gegen die Vatikankiller zu sprechen gekommen. Thomas Jahn sieht den Film durchaus als Kritik auf die Filmgesellschaft. Aber in vorderster Linie stand der Wunsch, endlich mal einen ganz, ganz bösen Film zumachen. Der Zuschauer soll sich allerdings durchaus amüsieren und voll seine Kosten kommen. Er ist sich bewußt, daß er mit seinem neusten Film eine Gratwanderung an der Grenze des guten Geschmacks macht. Thomas Jahn nimmt dabei in Kauf, daß der eine oder andere Zuschauer durchaus schockiert sein wird.

Thomas Jahn legt Wert darauf, daß ein Film eine Seele haben muß. Und dies kann nicht gekauft oder "erschrieben" werden. Dies passiere einfach am Set. Und dies könne nur passieren, wenn man am Set viel, viel Spaß habe. Auch für seinen aktuellen Film konnte er wieder auf ein bewährtes Team zurückgreifen. Ein Großteil der Crew kannte er schon von Knockin' On Heavens Door. Hinzu kam, daß er wieder mit Schauspielern zusammenarbeiten konnte, die auch Spaß am spielen haben. Seine eigene Rolle in der Produktion sieht er zum großen Teil darin, möglichst viele Leute zu versammeln und eine gute Geschichte zu erzählen. Er betrachtet sich als Dynamo in dem Team. Er möchte allen Beteiligten eine gute Zeit verschaffen.

Wir hoffen, daß Ihm dies mit dem Film insgesamt gelungen ist, so daß auch die Zuschauer ein gute und unterhaltende Zeit im Kino verbringen können. (DJFL)


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