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Interview mit Tommy Wosch: Gute Nachbarn, Schlechte Nachbarn

Tommy Wosch (31) moderiert die TV-Doku-Soap "Gute Nachbarn - Schlechte Nachbarn" Frage: Was erwartet die Zuschauer in Deiner neuen Sendung "Gute Nachbarn - Schlechte Nachbarn"? Tommy Wosch: Die ...

Interview mit Tommy Wosch


Tommy Wosch (31) moderiert die TV-Doku-Soap "Gute Nachbarn - Schlechte Nachbarn"

Frage: Was erwartet die Zuschauer in Deiner neuen Sendung "Gute Nachbarn - Schlechte Nachbarn"?

Tommy Wosch: Die guten Nachbarn haben wir ein bißchen ausgespart, wobei man sich immer selbst ein Bild davon machen muss, wer gut und wer schlecht ist. In erster Linie geht es um Menschen, die unglaublich miteinander zanken - teilweise aufgrund ganz eigenartiger Anlässe. Z. B.: Zwei Nachbarinnen streiten sich, weil die eine immer die Schuhe vor die Tür ins Treppenhaus stellt und die andere meint, darüber stolpern zu können. Die Angelegenheit hat inzwischen x-mal das Amtsgericht bemüht, eine Lösung ist nicht in Sicht. Oder dieser Fall: Zwei Familien wohnen jeweils in einer Doppelhaushälfte - der Mann verputzt seinen Teil neu und gerät um ca. vier Quadratzentimeter auf die Hälfte der anderen Familie. Deren 'Vorstand' rastet komplett aus, weil er Angst hat, dass sein Haus immer kleiner und kleiner wird und er deswegen an Ansehen verliert. Das muss man sich mal vorstellen: Die streiten sich jetzt schon seit vier Jahren, der eine bezeichnet die Frau des anderen als Gelegenheitsprostituierte, die wiederum behauptet, der Satan wohne in der Nachbarin usw.

Frage: Wie waren die Dreharbeiten?

Tommy Wosch: Die waren sehr nett. Ich wurde von den Nachbarn immer sehr freundlich empfangen - mit Kaffee, Kuchen, Schnaps -, weil sie sich von mir eine positive Berichterstattung erhoffen. Beide Parteien meinen natürlich, sie seien im Recht, und das Fernsehen sorge dafür, dass die anderen komplett vor Scham versinken.

Frage: Ist es das Ziel, die verfeindeten Parteien wieder zu versöhnen?

Tommy Wosch: Das ist ein Guter-Mensch-Ansatz, den ich so nicht bedienen kann, die Parteien sind auch absolut unversöhnbar. Das sind Leute, die schon seit sieben, acht, neun Jahren streiten. Die Vorstellung, dass man einmal mit SAT.1-Mikro und -Kamera kommt und danach diese Menschen möglicherweise heiraten oder deren Kinder miteinander spielen, ist unrealistisch. Nein, es ist die Freude daran, dass sich Leute über Dinge streiten, über die man sich normalerweise nicht streiten kann. Wenn sich eine Versöhnung anböte, würde ich diese Chance natürlich ergreifen. Aber eigentlich bin ich ein Journalist alter Schule und denke, man soll den 'Tatort' so verlassen, wie man ihn vorgefunden hat.

Frage: Gezeigt werden ja reale Fälle. Wie weit gehen die Menschen in ihrer Wut?

Tommy Wosch: In der Regel sind es - dafür bin ich auch sehr dankbar - Menschen, die sich mal beschimpfen. Allerdings haben wir in der ersten Sendung gleich den Fall eines älteren Herrn, der sich scheinbar immer noch im Krieg befindet. Er ist auf seinen Nachbarn mit einer Lanze und mit einem Messer losgegangen. Die Wunden werden auch gezeigt - aber das ist die Ausnahme. In der Regel bekeifen sie sich, brüllen sich an oder stiften die Katze an, ihr Geschäft im Nachbargarten zu erledigen.

Frage: Wie seid Ihr an die Fälle gekommen?

Tommy Wosch: Es wurde in Zeitungen inseriert, dann haben sich irrsinnig viele Leute gemeldet - der Nachbarschaftsstreit scheint Volkssport in Deutschland zu sein. Darüber hinaus sind in Zeitungen ganz absurde Nachbarschaftskämpfe zu finden. Es wurde nachrecherchiert, und so sind diese Fälle zusammengekommen.

Frage: Hattest Du auch schon mal Ärger mit Deinen Nachbarn?

Tommy Wosch: Ich habe in der Tat eigentlich immer nur Ärger mit Nachbarn gehabt. Den schlimmsten hatte ich allerdings mit meinem Hauswirt: Ich war noch Student in Augsburg, als mir mein Hauswirt u. a. angehängt hat, dass ich Zeitungen aus den Briefkästen stehle. Er hat etwa 17mal die Polizei wegen mir geholt, mir wurde immerhin 17mal recht gegeben. Außerdem wurde ich verdächtigt, Drogen zu verkaufen und in meiner 22-Quadratmeter-Wohnung der Prostitution nachzugehen. Ich weiß noch ganz genau: Kurz bevor ich ausgezogen bin, habe ich mein Jura-Examen bestanden, meine Gesetzbücher im Vollrausch zerrissen und die Gesetzesblätter einzeln auf die Straße 'runtersegeln lassen - da hat er auch wieder die Polizei geholt, aber die fand es sehr spaßig.

Frage: Wie bist Du zum Moderieren gekommen?

Tommy Wosch: Ich musste mit dem Leistungssport - ich war Tennisspieler - aufhören und wollte trotz körperlicher 'Verkrüppelung' im Rampenlicht bleiben. Da blieb mir eigentlich nur noch die Karriere als Moderator.

Frage: Bist Du einfach zum Radio gegangen und man hat Dich genommen?

Tommy Wosch: Ja, so war das damals in Augsburg. Dort gab es einen Sender, der sich Radio KÖ/OK nannte, und da habe ich mich als Praktikant beworben und wurde eingestellt. Ein Riesenerfolg für einen 19jährigen.

Frage: Während Deines Studiums hast Du weiter als Moderator gearbeitet?

Tommy Wosch: Genau, während des Studiums habe ich als Rundfunk-Volontär und dann als Rundfunkmoderator gearbeitet. Kurz bevor ich mein zweites Staatsexamen gemacht habe, bin ich nach Berlin gewechselt und habe alles parallel laufen lassen. Während meines Referendariats stellte ich fest, dass mich die Arbeit als Jurist ziemlich ankotzt, und ich habe mich dem Moderieren zugewandt.

Frage: Hattest Du schon immer eine lockere Zunge oder hat sich das erst bei der Arbeit entwickelt?

Tommy Wosch: Das hat sich eigentlich in erster Linie beim Trinken entwickelt, aber ich habe das in den nüchternen Zustand übertragen. Nein, ich hatte schon immer eine lockere Zunge - das ist der Klassiker aller, die ins Showgeschäft gehen wollen. Ich war sehr groß, zottelig und schlaksig und deswegen immer Zielpunkt allen Spottes. Also musste ich mir mit ein paar kleinen aber wohlgesetzten Pointen Reputation erkämpfen.

Frage: Was trinkst Du gern?

Tommy Wosch: Am liebsten eigentlich Bitburger, sehr kalt, kälter als man es normalerweise trinkt, und Retsina, auf Schnaps liegt kein Segen.

Frage: Was machst Du privat am liebsten?

Tommy Wosch: Privat gehe ich gern segeln oder spiele Schach - am liebsten auf einem Segelboot. Die Traumkombination ist, mit einem eisgekühlten Glas Retsina auf einem Segelboot Schach zu spielen und meine Tochter bei Jazz-Musik zu beobachten.

Frage: Wie bekommst Du Deine kleine Tochter Pauline, Deine Frau und Deine Arbeit bei SAT.1, beim ORB und bei Radio Fritz unter einen Hut?

Tommy Wosch: Der Hut ist mit den Aufgaben gewachsen ...

Frage: Du bist Münchner, was hältst Du von Berlin?

Tommy Wosch: München und Berlin - das ist ungefähr so wie Feuer-Wasser, Katze-Hund. Aber da es mir in München nicht so gut gefallen hat, war der Schritt nach Berlin nicht so schlimm. Wobei ich mir jetzt inzwischen öfter mal München zurückwünsche, da Berlin doch sehr laut, streßig, schnell und anstrengend sein kann. Um es kurz zu machen: Mir wurde vor einer Woche das sechste Mal mein Autofenster eingeschlagen - so geil finde ich Berlin."

Frage: Was darf in Deinem Kühlschrank nicht fehlen?

Tommy Wosch: Ich habe es ja schon mal angesprochen, im Eisfach liegt immer Retsina, ansonsten Blaubeerjoghurt, Lätta und Ruccola-Salat sowie Harzer Roller, den ich manchmal, wenn ich richtig viel Zeit habe, in Essig und Zwiebeln einlege. Wenn ich den dann esse, stinke ich wie ein Ferkel. (DJFL)


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