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Interview mit Ulrich Meyer: 18:30

Ein Interview mit dem SAT.1-Nachrichten-Anchorman Ulrich Meyer zu seiner Sendung "18:30" ab 4. Dezember um 18.30 Uhr Frage: Herr Meyer, Sie sind der neue Anchorman von SAT.1 und präsentieren ab 4. ...

Interview mit Ulrich Meyer


Ein Interview mit dem SAT.1-Nachrichten-Anchorman Ulrich Meyer zu seiner Sendung "18:30" ab 4. Dezember um 18.30 Uhr

Frage: Herr Meyer, Sie sind der neue Anchorman von SAT.1 und präsentieren ab 4. Dezember täglich die Nachrichten-Sendung "18.30". Wie sieht das Konzept aus? Was steht im Vordergrund?

Ulrich Meyer: Es gibt eine halbe Stunde lang News. Die Sendung wird vier Bestandteile haben: Hard News, das sind die Fakten und Zahlen vom Tag. Dann folgt ein integrierter Sportteil der Kollegen von ,täglich ran', das ausführliche Wetter, bei dem wir uns auch damit befassen, was in den unterschiedlichen Wetterzonen passiert. Dem vierten Teil - und das ist wirklich neu - haben wir den Arbeitstitel ,life' gegeben. Der soll das Lebensgefühl des Tages vermitteln. Wenn z. B. Robby ,Take that' verläßt, ist das für alle 14jährigen Mädchen von großer Bedeutung. Wenn man das Lebensgefühl eines Tages verstehen will, muss auch diese Meldung dabei sein, denn SAT.1 muss jeden Tag eine zuverlässige Nachrichtenquelle sein. Wenn z. B. O. J. Simpson freigesprochen wird, sollen die Zuschauer sicher sein: SAT.1 hat bestimmt etwas Besonderes dazu, das bekommen wir nur da.

Frage: Werden Sie die Sendung sieben Tage die Woche präsentieren?

Ulrich Meyer: Die erste Zeit werde ich die News durchgängig moderieren. Aber sicherlich sage ich irgendwann, das Wochenende muss auch mal zum Verschnaufen da sein. Dann übernimmt ein Kollege."

Frage: Wie sind Sie auf den Titel gekommen?

Ulrich Meyer: Der Titel ergibt sich konsequenterweise aus dem Sendeplatz: Dann sind viele Menschen schon zu Hause, haben den Job abgeschlossen und sind bereit Nachrichten aufzunehmen. 18.30 Uhr ist auch noch weit genug von Abendveranstaltungen entfernt. Diese Nachrichtenzeit paßt durchaus in das Lebens- und Erlebnisgefüge von vielen Menschen. Die, die noch nicht zu Hause sind, werden ein so gutes Angebot von uns bekommen, dass sie sich eine Möglichkeit schaffen werden, unsere Nachrichtensendung zu sehen.

Frage: Was zeichnet "18.30" im Vergleich zu anderen Nachrichtensendungen aus?

Ulrich Meyer: Wir haben ein verläßliches und vollständiges Angebot. Die Menschen, die die Nachrichten transportieren, strahlen Glaubwürdigkeit aus. Der Zuschauer soll stets das sichere Gefühl haben, die Mitarbeiter von '18.30' überblicken das Geschehen. Wir wollen nicht schlicht Herz und Schmerz verbreiten, sondern wir machen die Nachrichten mit der nötigen Distanz und Kompetenz. Der Zuschauer wird schnell merken: '18.30' ist eine ernstzu-nehmende Nachrichten-Konkurrenz.

Frage: Peter Kloeppel, den Sie lange kennen, präsentiert auf RTL zeitgleich eine Nachrichtensendung. Beunruhigt Sie das Duell oder belastet es die Freundschaft?

Ulrich Meyer: Wir haben uns das Bonner RTL-Büro geteilt. Es war ein sehr enges Verhältnis und eine tolle Zeit. Ich bin gespannt, wie dieser Zweikampf ausgeht. Aber ich bin auch ganz zuversichtlich.

Frage: Wie groß ist der Reporter- bzw. Mitarbeiter-Pool?

Ulrich Meyer: SAT.1 hat eine Vielzahl von Studios und Außenbüros. In der Zentrale in Berlin kümmern sich rund 30 Mitarbeiter um die Sendung. Der Zuschauer wird vor allem vier bis fünf Reporter kennenlernen, die man immer wieder sieht und die von den Top-Ereignissen des Tages berichten. Sie reisen durch ganz Deutschland und arbeiten mit den Regional-Kollegen zusammen.

Frage: Was erwartet den Zuschauer optisch?

Ulrich Meyer: Etwas ganz Tolles. Es wird keine Dekoration aus Sperrholz oder Acrylglas - SAT.1 setzt die virtuelle Realität ein - in Deutschland erstmals bei einer täglichen Nachrichtensendung. Spezielle Computer setzen das Bild in der Sekunde des Ausstrahlens zusammen. Alles, was an Grafiken und anderen Elementen eingespielt wird, wird in der Aufnahme-Sekunde durch die Studio-Kamera und ihr Bild von den Nachrichten-Präsentatoren ergänzt. Wir haben die Möglichkeit, dem Zuschauer einen Raum zu präsentieren, den man permanent weiterentwickeln kann. Ich kann dadurch den Service runder, kompakter und umfangreicher machen, weil ich mein Augenmerk auf kleinste Kleinigkeiten legen kann. Aber das, was die Leistung der Sendung ausmacht, ist das Können der Redaktion, die Art und Weise, wie Nachrichten aufbereitet werden und wie die Reporter agieren.

Frage: Sie haben das journalistische Handwerk von der Pike auf gelernt. Was macht einen guten Journalisten aus?

Ulrich Meyer: Es gibt eine kurze und knappe Definition von Henri Nannen: 'Journalismus ist Quatschen auf dem Gang.' Journalisten sollen das, was um sie herum passiert, sensibler wahrnehmen als alle anderen. Ihnen muss es wichtig sein, wie es ihrem Umfeld geht, was in ihrem Land passiert und was mit den einzelnen Menschen. Ein Journalist muss das alles zusammenbinden, deutlich machen und sein Interesse auf Menschen richten, die aktuelle Probleme haben oder vielleicht in Zukunft welche bekommen. Er muss verantwortungsbewußt, neugierig, hartnäckig und ein Querdenker sein, der sich nichts vormachen läßt. Dann ist das der schönste Beruf der Welt.

Frage: Sie sind einer der wenigen Moderatoren, die ohne Telepromter arbeiten. Hat ein erfahrener Live-Moderator wie Sie eigentlich noch Lampenfieber?

Ulrich Meyer: Nein, überhaupt nicht. Durch Routine und durch die Sicherheit, in so schwierigen Sendungen wie 'Einspruch' auch sehr komplexe Situationen durchgestanden zu haben, glaube ich, dass ich mit vielem fertigwerde. Sogar mit einer ganz schwierigen Konzentrationsübung, dass ich nämlich einen Telepromter vor mir haben und trotzdem einen anderen Text sprechen kann - aber höchstens zwei Minuten.

Frage: Sie formulieren meistens druckreif. Erlernt oder Naturtalent?

Ulrich Meyer: Das Formulieren haben mich meine Eltern gelehrt - meistens sonntags am Frühstückstisch. Sie haben uns angespornt, dass mein Bruder und ich so spannend wie möglich erzählen.

Frage: Was hat Sie als Kölner nach Berlin verschlagen?

Ulrich Meyer: Die Liebe - Georgia. Ich sah sie am 5. März 1991 in der Garderobe vor einer Sendung. Der Rest ergab sich von selber.

Frage: Was sehen Sie sich im Fernsehen an? Haben Sie Vorbilder?

Ulrich Meyer: In meinem Alter darf man nicht mehr nach Vorbildern suchen, das ist im Alter von 16 Jahren abgeschlossen. Aber es gibt ein paar Kollegen, die ich klasse finde. Georg Stefan Troller, Wolf von Lojewski und Hanns Joachim Friedrichs gehören dazu. Aber auch Peter Kloeppel. Wenn der die Augenbraue hochzieht, ist das schon ein Kommentar.

Frage: Und privat? Wie kann man Sie beeindrucken? Was macht Ihnen Spaß?

Ulrich Meyer: Privat kann man mich relativ leicht beeindrucken, weil ich versuche, mich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Zeithaben ist beispielsweise etwas Wunderschönes. Oder zu sehen, wie sich meine beiden Kater prügeln oder Mozzarrella mit Tomaten. Ich rede gern mit Leuten, vier, fünf Stunden diskutieren, das liebe ich.

Frage: Sie wirken stets kontrolliert, unnahbar und werden manchmal als arrogant bezeichnet. Trifft Sie so ein Vorwurf?

Ulrich Meyer: Ich mache jetzt ziemlich genau zehn Jahre lang Privatfernsehen und ich habe weder eine Magenreizung noch ein Magengeschwür. Das liegt daran, dass mich der übliche Kritiker-Rundumschlag überhaupt nicht trifft. Ein Kritiker sieht mich ja nur eine begrenzte Zeit pro Woche und kennt damit nur einen Ausschnitt von mir. Die Kollegen, mit denen ich jeden Tag arbeite, halten mich nicht für arrogant. Und kontrolliert, warum nicht? Wenn ich im Fernsehen der Frontmann für die Arbeit von vielen anderen bin, dann habe ich kontrolliert zu sein und nicht den Hampelmann zu spielen. In der speziellen ,Einspruch'-Situation war es nötig unnahbar zu wirken, nicht zu zeigen, wie nah mir manche Themen gingen.

Frage: Wie gehen Sie mit Ihrer Popularität und Ihren Fans um?

Ulrich Meyer: Wenn man sich fürs Fernsehen entscheidet, muss man damit rechnen, dass man angesprochen wird. Das ist sozusagen in der Gage enthalten. Ich habe die Pflicht und Schuldigkeit, das als Teil meines Berufes zu akzeptieren und freundlich zu reagieren. Als Fernsehnase bin ich nirgendwo privat, außer auf meiner Terrasse."

Frage: Welcher Mensch steckt hinter der TV-Fassade? Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ulrich Meyer: Einer meiner größten Fehler ist meine Ungeduld. Ich habe manchmal das Gefühl, dass manche Leute zu langsam denken. Und ich möchte mehr heitere Gelassenheit haben.

Frage: Worauf legen Sie im Umgang mit Menschen besonderen Wert?

Ulrich Meyer: Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit, Benehmen und Höflichkeit. Was ich auf den Tod nicht leiden kann sind diese ,Hintenrum-Aktionen', die nur Mist transportieren. Lieber klare Worte ins Gesicht.

Frage: Wie wichtig ist Erfolg für Sie?

Ulrich Meyer: Wenn man beim Fernsehen arbeitet, muss man die Spielregeln einhalten - die Sendungen müssen sich verkaufen, Erfolg muss sein. Im Idealfall Quote, Image und finanzieller Erfolg für SAT.1. Allem liegt zu Grunde: ich arbeite gern und wenn ich etwas mache, dann richtig.

Frage: Ist Arbeit die Nummer 1 in Ihrem Leben?

Ulrich Meyer: Im Prinzip ist es so. Ich liebe meinen Job, aber versuche auch, mir Zeiten für etwas anderes freizuschaufeln. Die Samstage z. B. - aber die fallen demnächst ja erst einmal weg. Das muss ich noch genau mit Georgia besprechen.

Frage: Neben der neuen Nachrichtensendung moderieren Sie auch noch die "Akte". Wie sieht ein Tag in Ihrem Leben aus?

Ulrich Meyer: So ein Arbeitstag hat 12 Stunden, manchmal auch länger. Den Vormittag nehme ich mir Zeit für die 'Akte'. Nachmittags gestalten wir die Nachrichtensendung im Team.

Frage: Wie sieht Ihr Feierabend aus?

Ulrich Meyer: Nach der Sendung wird kritisiert, dann hole ich meine Frau ab und wir fahren nach Hause oder ins Kino, ins Theater oder so.

Frage: Wovor haben Sie Angst?

Ulrich Meyer: Die Möglichkeiten, die ein Journalist hat, nicht richtig zu nutzen. Im Ernst: Ich bin eigentlich ein furchtloser Mensch, aber Schwimmen im offenen Meer ist mir zutiefst unangenehm. Stellen Sie sich mal vor, man schwimmt so vor sich hin und latscht plötzlich mit einem Fuß in irgendein Tangbüschel!

Frage: Ihre Leidenschaft galt Comicssammeln und Autorennen. Heute auch noch? Welches Auto bevorzugen Sie?

Ulrich Meyer: "Ich begeistere mich an den graphischen Leistungen von einigen belgischen, spanischen und französischen Comicmalern. Es geht mir weniger um die Geschichten, als um die Phantasievielfalt beim Zeichnen. Was die Autorennen angeht, musste ich damit aufhören, als ich meine Produktionsfirma gegründet habe. Heute fahre ich einen Alfa Romeo - ziemlich zivil, übrigens ...

Frage: Was kommt nach der Fernsehkarriere? Könnten Sie sich vorstellen mal wieder zur schreibenden Zunft zurückzukehren oder ein Buch zu verfassen?

Ulrich Meyer: Das kommt mit Sicherheit eines Tages. Vielleicht schreibe ich auch mal Drehbücher, um mit dem Medium verbunden zu bleiben. Wovon ich träume ist, mir meine Zeit irgendwann einmal wieder selbst einzuteilen.

Frage: Sie sind stets klassisch und sehr korrekt gekleidet. Haben Sie den guten Geschmack oder Ihre Lebensgefährtin?

Ulrich Meyer: "Ich gehe nur zweimal im Jahr einkaufen, aber das richtig, im Schwung. Wenn Georgia meint, ich hätte mich vergriffen, stehe ich zu meinem Irrtum und trage das Kleidungsstück trotzdem - ohne dass wir aneinander geraten.

Frage: Am 26. Dezember 1995 werden sie 40 Jahre alt. Haben Sie sich etwas fürs nächste Lebensjahrzehnt vorgenommen? Vielleicht zu heiraten oder Vater zu werden?

Ulrich Meyer: Danke für die Anregung - irgendwann demnächst. Sonst habe ich eigentlich nichts geplant. Ich bin auch ein spontaner Lustmensch - das ist unabhängig vom Alter.

Das Interview führte Anke Tollkühn (DJFL)


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