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Interview mit Ulrich Meyer: Fahndungsakte

Ulrich Meyer, Produzent der "Fahndungsakte", das neue Live-Kriminal-Magazin in Sat.1 Frage: Was erwartet die Zuschauer? Und was ist neu? Ulrich Meyer: "Die 'Akte' bekommt Verstärkung. Das ...

Interview mit Ulrich Meyer


Ulrich Meyer, Produzent der "Fahndungsakte", das neue Live-Kriminal-Magazin in Sat.1

Frage: Was erwartet die Zuschauer? Und was ist neu?

Ulrich Meyer: "Die 'Akte' bekommt Verstärkung. Das Format ist eine der erfolgreichsten Magazinsendungen im deutschen Fernsehen. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass sich das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung mit starkem Interesse an entsprechenden Themen paart. Die Fälle der 'Fahndungsakte' zeichnen sich dadurch aus, dass wir dokumentarische und nachgestellte Szenen verquicken. Wir gehen auf Fälle von flüchtigen Straftätern ein, bei denen wir ein Phantombild, ein Video oder eine Zeichnung haben. Aber auch auf Fälle, bei denen die Polizei noch gar nicht weiß, wie der Täter möglicherweise aussieht, dafür aber ganz spezielle Fragen hat, die zur Aufklärung der Straftat führen können. Die Ur-Idee wird übrigens bereits in einigen Ländern erfolgreich in unterschiedlichen Formaten gesendet."

Frage: Wie sieht die Sendung aus?

Ulrich Meyer: "Die Filme, die wir machen, um diese Fälle vorzustellen, sind zwischen acht und zehn Minuten lang und werden eine eigene, sehr aktuelle Bildsprache haben: Spannend erzählte Dokudramen, in denen sehr schnell deutlich wird, dass Verbrechen jeden treffen können. Wir arbeiten sehr eng mit den Behörden, den Betroffenen, den Opfern, ihren Angehörigen und Gerichtsmedizinern zusammen. Wir weben gemeinsam einen 'Erinnerungsteppich' - so eng und dicht, dass ein kompletter Eindruck der Straftat entsteht: Vorgeschichte, Ablauf, Psyche des Täters, Flucht, Fahndung. 16 Folgen sind geplant."

Frage: Ist die Ähnlichkeit mit "Aktenzeichen XY" reiner Zufall?

Ulrich Meyer: "'Aktenzeichen XY' ist seit 30 Jahren erfolgreich. Eduard Zimmermann wird sich nach 300 Folgen in diesem Jahr verabschieden. Es ist also kein Sakrileg mehr, dass es - auch in diesem Themenbereich - etwas gibt, was zumindest daran erinnert. Wir wollen alles völlig neu umsetzen, unsere Form entspricht der heutigen Zeit - das wird sich auch im Studio niederschlagen. Dennoch muss man deutlich sagen, dass wir gehörigen Respekt und Achtung vor der Lebensleistung von Eduard Zimmermann haben. Wir wollen 'Aktenzeichen XY' auch gar nicht ersetzen, sondern sind der Meinung, dass es Zeit für ein weiteres Magazin ist, das sich mit unaufgeklärten Straftaten beschäftigt."

Frage: Die Kamera-Technik, mit der Sie arbeiten, soll völlig neu sein.

Ulrich Meyer: "Ja, wir haben uns mit den besten Kameraleuten, die man in Deutschland bekommen kann, zusammengetan. Wir wollen Fiktion und Dokumentation, wie schon gesagt, verquicken, um mit modernen Mitteln die Polizei zu unterstützen. Das ist ein hoher Anspruch. Der Zuschauer soll gepackt werden, aber auch die Gründlichkeit der Recherche merken. Wobei man nachdrücklich betonen muss, dass wir auch bei der Fiktion auf fakten- und detailgetreue Wiedergabe des Geschehens in einer Spielhandlung achten."

Frage: Mit welchen Hilfsmitteln werden Sie arbeiten?

Ulrich Meyer: "Bei uns sind Experten am Werk: z. B. ein Polizei-Gutachter, der uns gegebenenfalls die Psyche des Täters deuten kann. Außerdem arbeiten wir mit Datenbanken. Benötigen wir in der Sendung eine Erklärung des genetischen Fingerabdrucks, liefert sie uns der Computer innerhalb von Sekunden. Und wir haben ein 'Identikid-Programm', das uns im Einzelfall zeigen kann: Wie hat ein Straftäter sein Aussehen möglicherweise verändert?"

Frage: Was unterscheidet die "Fahndungsakte" von anderen Sendungen?

Ulrich Meyer: "In der Sendung werden wir - wenn möglich - zum Tatort oder auch zu den örtlichen Polizeidienststellen schalten. Unsere Zuschauer sollen merken, dass wir Kontakte geknüpft haben, an Ort und Stelle waren und wissen, wovon wir sprechen."

Frage: Und der Zuschauer ist selbst aktiv?

Ulrich Meyer: "Er kann sich telefonisch während der Sendung bei uns melden."

Frage: Warum moderieren Sie nicht selbst?

Ulrich Meyer: "Ich kann nicht 'Akte', die Nachrichten '18:30' und auch die 'Fahndungsakte' machen. Aber wir haben mit Michel Weber einen kompetenten Moderator gefunden, von dem wir sicher sind, dass er bei den Zuschauern hervorragend ankommen wird."

Frage: Um welche Verbrechen geht's?

Ulrich Meyer: "Kapitalverbrechen oder besser gesagt: sozialschädliche Straftaten. Mord, Betrug im großen Umfang, organisierte Kriminalität, Entführung, besonders dreister Diebstahl, um nur einige zu nennen. Also Verbrechen, die die Menschen erschrecken und bedrohen."

Frage: Wie eng arbeiten Sie mit der Polizei zusammen?

Ulrich Meyer: "Sehr eng! Wir sind in den einzelnen Fällen, die wir für die 'Fahndungsakte' recherchieren, auf große Bereitschaft gestoßen, vor allem bei älteren Fällen, bei denen die Beamten auf Grund fehlender Hinweise noch nicht weitergekommen sind. Wir haben Fachleute im Studio, die substantiell verwertbare Anrufe professionell behandeln."

Frage: muss die Arbeit der Polizei durch Medien unterstützt werden?

Ulrich Meyer: "Wenn man sich vorstellt, in welchem Umfang und mit welcher Cleverness heutzutage Verbrecher von Bundesland zu Bundesland reisen, um identische Verbrechen zu begehen, bin ich davon überzeugt. Wir helfen so auch bei der Vorbeugung. Wichtig ist für uns, dass wir der Polizei in keiner Weise Konkurrenz machen wollen. Im Gegenteil: Wir verstehen uns eher als Fernseh-Helfer. Häufig sind die Beamten angesichts der guten Ausrüstung von Verbrechern, angesichts ihrer vielfältigen Flucht- und Unterschlupfmöglichkeiten, einfach auf die Mithilfe der Öffentlichkeit angewiesen. Da wollen wir ansetzen."

Frage: Wie erfolgreich ist TV-Fahndung?

Ulrich Meyer: "Ich will nicht über Zahlen sprechen. Uns geht es darum, dass Zuschauer merken: Die kümmern sich, die tun was. Auch wenn man nicht in jedem einzelnen Fall Erfolg haben wird, so hat man doch das Gefühl, es schaut jemand drauf - ähnlich wie bei 'Neighbourhoodwatch' in den USA. Wenn unsere Sendung nur dazu beiträgt, eventuelle Zeugen zu sensibilisieren: 'Ich muss der Polizei und somit uns allen helfen', dann haben wir schon sehr viel erreicht."

Frage: Wie beurteilen Sie die Sicherheit in Deutschland?

Ulrich Meyer: "Ich denke, die Bedrohungssituation hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Die Bereitschaft zur Gewalt, die Form, wie sie ausgelebt wird, hat sich dramatisch verschlimmert. Das Furchterregende ist, dass es nicht nur unter Berufsverbrechern so ist, sondern offensichtlich überall Einzug hält. Heute sind auf Schulhöfen die Jungen und Mädchen bewaffnet. Die Polizei stellt immer wieder fest, dass die Rücksichtslosigkeit, Skrupellosigkeit, Herzlosigkeit und der Mangel an Mitleid zugenommen haben."

Frage: Was halten Sie von Privatpersonen, die sich bewaffnen?

Ulrich Meyer: "Überhaupt nichts. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, und da ist es gut aufgehoben. Wenn man sich ein Leben lang auf Notwehrsituationen vorbereitet und deshalb bis an die Zähne bewaffnet, kann das nur schiefgehen. Wir haben außerdem hochmotivierten Schutz: unsere Polizei."

Frage: Sind Sie selbst schon mal Opfer eines Verbrechens geworden?

Ulrich Meyer: "Nein, aber ich weiß, dass so etwas schneller passieren kann, als es jedem von uns lieb ist ..." (DJFL)


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