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  Der Pate Box
Die Box um den "Paten" ist erschienen und beinhaltet drei DVDs. Der Klassiker
von Francis Ford Coppola ist nun auf einem ehrwürdigen Datenträger erschienen. "Der Pate“ – The Godfather, für mich einer der besten Filme aller Zeiten!"

 
 
 Drei Jahrzehnte Mafia
 Jahresrückblick 2001
 Francis Ford Coppola
 Tom Tykwer
 Freudentränen in der Oscarnacht
 
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 Carsten Scheibe
 Christian Schmidtchen
 Gordon Hoelsken
 Tino Hahn
 
  Tränen in der Oscarnacht
Klappe die Zweite

Christian Schmidtchen stammt aus Hamburg und arbeitet in seiner Freizeit an www.DigitalVD.de mit. Zu seinen Rezensionen versorgt er unser DVD-Portal mit Kolumnen und seinem gesamten Wissen.
 Christian Schmidtchen
 
Als Filmfan freut man sich jedes Jahr erneut auf DAS Ereignis in der Filmbranche der Königsklasse: Die Verleihung des Academy Awards in Hollywood.

Dieses Jahr sollte ein ganz besonderes Jahr werden, denn die kleine goldene Statue feierte seinen 75. Geburtstag. Eigentlich ja ein Anlass, der die Sektkorken bis in den schwarzen Sternenhimmel katapultieren sollte.
Doch weit gefehlt, Hollywood macht sich Gedanken; Gedanken über all’ die Menschen, die in diesen Stunden ihr Leben verlieren. Der Krieg wirft lange Schatten, und mittlerweile ist dieser düstere aller Schatten selbst im sonst so oberflächlichen und dekadenten Hollywood, L.A. angekommen.

Der Wink, dieses Jahr auf den roten Teppich zu verzichten, wirkt auf mein Befinden zwar etwas heuchlerisch, findet doch ein paar Minuten später ein Konzert des breitesten Lächelns auf dem Siegespodest statt, immerhin macht man sich Gedanken.

Natürlich gibt es neben diesen Begleiterscheinungen der diesjährigen Preisverleihung auch eine Menge zu berichten, was sich in den Räumlichkeiten des Kodak Theatre abspielte.

Gestern hat DigitalVD die Gewinner präsentiert und man kann erkennen, dass die Preise 2003 an eher künstlerische Filme gingen. Wo sind die großen Blockbuster a la Titanic?
Nein, die lieblichen Klänge eines jüdischen Klavierspielers in „Der Pianist“ und die wohlklingenden Stimmbänder von Catherine Zeta-Jones und Renee „Bridget Jones“ Zellweger ließen die Herzen der Academy-Vorsitzenden höher schlagen.

Ich finde das klasse, es passt zum Oscar 2003.

Nicole Kidman erlebt nach ihrer Trennung von Millionen-Dollar-Mann Tom Cruise, der ja soo einflussreich ist in Hollywood, ihren zweiten Frühling und darf zum ersten Mal den Goldjungen auf ihre Veranda stellen. Sie hat es verdient! Auch hier wieder obligatorisch erwähnt, wofür sie die Statue erhielt. „The Hours“, wieder ein eher unspektakulärer Film mit wenig Phyrotechnik aber viel Tiefgang augestattet.

Beeindruckend!

Und dann das: Deutschland darf nach etlichen Jahren auch wieder einen Oscar mit nach Hause nehmen. Caroline Link gewinnt die begehrte Trophäe für ihr Meisterwerk „Nirgendwo in Afrika“.

Mein persönliches Highlight des Abends wurde von Michael Moore gebracht, der für seinen Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ ausgezeichnet wurde. Er nutzte die Gunst der Stunde, bzw. die Gunst der 45 Sekunden, und lieferte prompt sein Statement zum Krieg. „Shame on you, Mr. Bush!“
Klare Worte für einen Präsidenten der seiner Meinung nach in einen Krieg ohne Gründe zieht.
Nach ein paar Sekunden, während Moore gerade seiner Wut freien Lauf ließ, setzte das Orchester ein, versuchte den aufgebrachten Moore zu übertönen. Dazu sage ich nur „Freedom of speech, wo bist du geblieben?“

Martin Scorsese arbeitete über 20 Jahre lang an seinem Werk „Gangs of New York“ und ging leer aus. Ich glaube, er hat sich geärgert.
Roman Polanski wird zwar in den USA strafrechtlich gesucht, doch er bekam einen Oscar für „Der Pianist“. Er konnte ihn nicht entgegen nehmen, komisch oder?! Überragender Star des Abends war dann im Endeffekt „Chicago“, der letztendlich sechs Oscars gewann.

Zwei Dinge sind zu guter letzt noch zu erwähnen: Freudentränen in der Oscarnacht gab es dieses Jahr natürlich auch (erinnern sie sich an Halle Berry?).
Chris Cooper konnte sich bei seinem Abgang vom Podium das Transpirieren aus den Augenwinkeln nicht verkneifen und auch Adrien Brody, ausgezeichnet als bester Hauptdarsteller kämpfte mit den Tränen.
Doch ob diese Tränen nun dem Oscar oder den Soldaten gewidmet waren, war nicht genau zu erkennen. Diana Lane nutzte jedoch Brody’s Rede um ihren Tränen freien Lauf zu lassen. Frei nach dem Motto „gemütliches Miteinander“.

Einer hatte auf dieses Theater gar keinen Bock und blieb bei seinen Jungs: die Rede ist natürlich von Eminem, der so nebenbei den Oscar für den besten Filmsong gewann. Der erste Oscar der Karriere als Sänger und Songwriter, doch es war ihm egal.

Vielleicht ist er mein heimlicher Star des Abends. Doch wir werden sehen, wenn es 2004 wieder einmal heißt:

…and the Oscar goes to…


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