In meinem Testraum hat sich wieder etwas getan. Wie ihr wisst, setze ich in meiner Kette auf Komponenten, die nicht nur technisch überzeugen, sondern vor allem emotional abholen. Mein Setup rund um die Burmester 088 Vorstufe und die 039-6 Endstufen spielt auf einem sehr hohen Niveau. Doch gerade bei digitalen Quellen wie meinem Auralic Vega G2.2 Streaming-DAC merke ich immer wieder: Die Basis ist entscheidend und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nachdem ich bereits sehr gute Erfahrungen mit der BaseTwo von bFly-audio gemacht habe (hier geht’s zum Bericht), erreichte mich nun das Flaggschiff des Unternehmens. Es handelt sich um die PowerBase Absorberbasis mit Erdungsmodul. Reinhold Schäffer, der Kopf hinter bFly-audio, hat mir dieses Upgrade ans Herz gelegt, um dem Elektrosmog und feinsten Vibrationen den Kampf anzusagen. Meinen Streaming Transporter, den Lumin U2, habe ich ja bereits auf der BaseTwo platziert, der Auralic DAC steht allerdings noch ganz herkömmlich im Regal. Wie sich die Basis unter dem Auralic schlägt, habe ich mir genau angehört.

PowerBase Absorberbasis mit Erdungsmodul gegen Elektro-Smog
Wir leben in einer Zeit, in der wir von Hochfrequenzstrahlung umzingelt sind. Das sind neben WLAN und Smartphones auch DECT-Telefone und nicht zuletzt die Schaltnetzteile diverser Haushaltsgeräte. Diese HF-Strahlung kann in unsere HiFi-Komponenten einstreuen und das Klangbild nervös machen. Genau hier setzt die PowerBase an.

Mechanische Entkopplung (MLA-Technologie)
Der Kern der Basis besteht aus einem dreischichtigen Bambus-Aufbau. Bambus hat hervorragende audiophile Eigenschaften und absorbiert Schwingungen sehr effektiv. Unterstützt wird dies durch die bewährten PRO-Füße von bFly-audio. Hier kommen Sorbothane, Kork und Kautschuk in einem komplexen Schichtaufbau (MLA = Multi Layer Adjustment) zum Einsatz. Insgesamt wirken hier bis zu 11 Absorber-Schichten zusammen, um Vibrationen vom Geräteboden fernzuhalten.
Elektrische Abschirmung (Erdungsmodul)
Das eigentliche Highlight der PowerBase ist jedoch die elektrische Komponente. An der Ober- und Unterseite befinden sich spiralförmig verklebte Aluminiumplatten. Während die obere Platte (wie bei der BaseTwo) bereits dämpfend wirkt, fungiert die untere Platte als Schirm gegen Elektrosmog. Diese Platte wird über ein mitgeliefertes Erdungsmodul direkt mit der Schutzerde einer Steckdose verbunden. Potenziale und eingefangene Störstrahlungen werden so effektiv abgeleitet.

Design und Verarbeitung der PowerBase
Die PowerBase kam sorgfältig verpackt bei mir an. Schon beim Auspacken merkt man das Gewicht und die Wertigkeit. Die Kombination aus dem warmen Bambusholz (in meinem Fall schwarz lackiert, passend zum Auralic) und den Aluminium-Elementen wirkt edel und technisch zugleich. Unter meinem Auralic Vega G2.2 sieht die Basis aus, als wäre sie genau dafür gemacht. Die Proportionen stimmen, und die schwarze Ausführung fügt sich nahtlos in mein Rack ein. Ich habe natürlich auch die entsprechend passenden Abmessungen gewählt. In der Praxis fällt vielen Leuten die Base gar nicht auf. Die meisten Hörer denken, das die Base zum Gerät gehört. Daher habe ich auch die schwarze Variante gewählt, da mein Auralic ebenfalls schwarz ist. Mein Rack ist aus Nussbaum, da hätte jeder andere Holzton vermutlich nur für Unruhe in der Optik gesorgt. Die Verarbeitung der PowerBase ist einwandfrei.

Die Installation ist denkbar einfach:
- PowerBase auf das Rack stellen.
- Auralic Vega G2.2 mittig darauf platzieren.
- Das beiliegende Erdungskabel (2 Meter lang) in die Buchse an der Rückseite der Basis schrauben.
- Den Schuko-Stecker des Erdungsmoduls in eine freie Steckdose (oder die Netzleiste) stecken. Hier fließt kein Strom, es wird lediglich der Schutzleiterkontakt genutzt.

Meine Anlage ist durch SBooster-Netzteile, hochwertige Kabel und galvanische Trennung im Netzwerk bereits sehr stark auf „Ruhe“ getrimmt. Kann eine Basis hier noch etwas bewirken? Der erste Eindruck: Es ist ruhiger. Es ist schwer zu beschreiben, aber der sprichwörtliche „schwarze Hintergrund“ wurde noch schwärzer.

Im Vergleich zur ohnehin schon sehr guten BaseTwo legt die PowerBase durch die Erdung noch eine Schippe drauf, besonders was die „Griffigkeit“ der Abbildung angeht. Der Auralic DAC scheint befreiter aufzuspielen. Aber es ist natürlich auch immer eine individuelle Veränderung. Je nach Raum, Rack und Aufstellungsort kann sich hier einiges tun. Wer bereits ein sehr gutes Rack hat, ist ggf. immun gegen Tuning-Maßnahmen. Das muss man selbst ausprobieren.

Die bFly-audio PowerBase ist mehr als nur ein hübsches Brett für teure Geräte. Sie ist ein durchdachtes Tuning-Instrument, das an zwei Fronten kämpft: gegen mechanische Vibrationen und gegen elektrischen Smog. In meiner Kette, insbesondere unter dem empfindlichen Digital-Analog-Wandler von Auralic, kann sie ab sofort für mehr Ruhe, Struktur und eine gesteigerte Feinauflösung sorgen.
Für High-End-Anlagen, die bereits auf einem hohen Niveau spielen und wo es um die letzten paar Prozent geht, ist die PowerBase eine klare Empfehlung. Wer hochwertige Elektronik besitzt, sollte ihr auch eine würdige Basis geben.

Details findet ihr direkt beim Hersteller unter https://www.bfly-audio.de/produkte/produkte-geraetebasis/powerbase.html. Dort könnt ihr die PowerBase auch bereits ab 899,00 Euro kaufen. (Stand der Preise November 2025)






