Wer viel im Home-Office arbeitet oder leidenschaftlich am PC spielt, kennt das Problem: Der interne Sound des Monitors ist blechern, und mobile Bluetooth-Speaker sind oft nur eine Notlösung. Ich saß bisher in meinem Büro vor einem Mac Mini und habe zur Beschallung auf einen Sonos ERA100 gesetzt. Das war schon nicht schlecht, aber kein „echtes Stereo“. Und da ich ohnehin die meiste Zeit am Rechner verbringe, wollte ich eine Lösung, die den Sound direkt am Arbeitsplatz auf ein neues Level hebt.
Mit der nuBoxx A-125 pro schickt Nubert ein aktives Kompaktlautsprecher-Paar ins Rennen, das genau hier ansetzt. Ob die kleinen Kraftpakete den Sonos-Speaker würdig ablösen können, zeigt mein Praxistest. Aber ich möchte die Lautsprecher auch nicht miteinander vergleichen, den die Sonos Lautsprecher stehen losgelöst im Raum und können ohne Rechner angesteuert werden. Die Nubert-Lautsprecher sollen an meinem Rechner zum Einsatz kommen. Sie können zwar auch mit Bluetooth befeuert werden, adressieren hier bei mir aber ein ganz anderes Thema.

Design & Verarbeitung: Bauhaus trifft auf Moderne
Schon beim Auspacken wird klar, das Nubert seiner Linie treu bleibt. Die A-125 pro präsentieren sich in einem zeitlos-eleganten Bauhaus-Stil. Die Front ist aufwendig lackiert, während der Korpus mit einer robusten und pflegeleichten Folie beschichtet ist und das wahlweise in Schwarz oder Weiß. Nubert hat mir für diesen Test die weißen Lautsprecher zur Verfügung gestellt, da sie am besten auf meinen Schreibtisch passen. Und da ich auch vor habe sie zu kaufen, wollte ich gleich die richtige Farbe haben.

Die grauen Stoffblenden halten magnetisch. Das ist besonders einfach. Mit Magneten kann man so viele einfache Lösungen schaffen. Wer die Technik aber lieber sehen möchte, kann die Front einfach abnehmen. Der Vorteil der Magnete wird sofort klar. Man sieht keine unschönen Löcher. Dank der kompakten Abmessungen nehmen die Boxen auf dem Schreibtisch kaum wertvolle Stellfläche weg.

Technik & Anschlüsse: USB-C, Koaxial, Bluetooth, etc.
Das „pro“ im Namen deutet auf zusätzliche Funktionen hin. Im Gegensatz zum Standardmodell punktet die Pro-Variante mit einem integrierten USB-C DAC. Das ist für Desktop-Nutzer wirklich hilfreich. Wenn die Lautsprecher per USB-C mit dem Mac Mini verbunden werden, übernehmen die Boxen die komplette digitale Signalverarbeitung bis hin zu High-Res-Auflösungen von 192kHz/24Bit. Und das ist genau die Lösung, die ich für mich gesucht habe. Die Lautsprecher fungieren sozusagen als hochauflösende USB-Soundkarte.

Was sind die technischen Daten?
- Leistung: 160 Watt integrierte digitale Verstärkereinheit
- Anschlüsse: USB-C, koaxial, optisch, Bluetooth mit aptX-HD
- Besonderheiten: Subwoofer-Ausgang (Pre-Out), Wide-Sound-Funktion
- Bedienung: Hochwertige Fernbedienung mit Metalloberfläche inklusive
Gaming, Musik, Home-Office: Ein akustischer Allrounder
Der Wechsel vom Sonos ERA100 zur Nubert-Kombi war ein echter Glücksgriff. Es sollte für mich eher ein solider Test sein um zu schauen, wie ich den Klang am Arbeitsplatz verbessern kann. Doch durch die echte Zweiwege-Technik und die saubere Kanaltrennung baut sich eine Stereo-Bühne auf, die man den kleinen Lautsprechern kaum zutraut.

In Shootern oder Racing-Games ist die Ortung von Geräuschen deutlich präziser. Der Sound wirkt räumlich und zugleich klar. Die Nubert Fernbedienung erlaubt es, den Sound zu justieren. Neben einem Profil für Musik und Film lassen sich Bass, Mitte und Höhen nach oben und unten anpassen. In beiden Fällen ist eine Anpassung um bis zu +/? 6 dB in 2 dB-Schritten möglich. „Nach dem Erreichen der Endpunkte zeigt der Lautsprecher durch dreifaches Blinken an, dass keine weitere Regelung mehr möglich ist.“, so steht es in der Bedienungsanleitung. Mit der Taste „EQ Bypass“ lassen sich alle Klangeinstellungen des Lautsprechers deaktivieren. Für ihre Größe spielt die nuBoxx A-125 pro erstaunlich aussagekräftig im Bass. Wer noch mehr „Wumms“ braucht, kann über den Pre-Out jederzeit einen aktiven Subwoofer nachrüsten.

Mehr Platz für den Sound: Die virtuelle Bühnenerweiterung
Nubert hat in den nuBoxx-Modellen einen cleveren DSP-Algorithmus implementiert, der per Knopfdruck ein- und ausgeschalten werden kann. Wer das Gefühl hat, die Boxen stehen zu nah beieinander, kann die Stereobühne virtuell erweitern. Das Ganze lässt sich über die Fernbedienung in zwei Stufen dosieren, wobei die Front-LED durch Blinken die Aktivierung bestätigt:
- Modus „Music“: Hier geht Nubert behutsam vor. Der Effekt sorgt für eine subtile Luftigkeit und lässt das Klanggeschehen räumlicher wirken, ohne die Natürlichkeit der Stimmen zu opfern. Das ist ideal für den entspannten Musikgenuss während der Arbeit.
- Modus „Movie“: Hier wird die „Klang-Keule“ ausgepackt. Dieser Modus ist auf maximale Immersion getrimmt. Die Räumlichkeit nimmt massiv zu, was besonders bei Games oder Action-Szenen am PC Spaß macht. Zwar leidet die Ortungspräzision ein wenig, dafür wird man förmlich in das Geschehen hineingezogen. Das ist nicht nur für das Gaming gut, sondern auch perfekt für den Feierabend-Blockbuster.
In der Praxis ist diese Funktion ein echter Problemlöser, wenn die Aufstellung am Arbeitsplatz nicht ganz dem idealen Stereodreieck entspricht. Probiert das unbedingt mal aus.

Wie ist es in der Praxis? Komfort im Alltag
Die mitgelieferte Fernbedienung ist kein billiger Plastikgeber, sondern liegt dank Metalloberfläche schwer und wertig in der Hand. Hiermit lassen sich DSP-Modi (Music/Movie), Eingänge und die Bluetooth-Kopplung bequem steuern. Dass die Boxen direkt am PC via USB-C erkannt werden, macht die Einrichtung ziemlich einfach. Treiber müssen nicht installiert werden. Wenn man die Bluetooth-Taste drückt, erscheint der Lautsprecher direkt in der Gerätesuche auf dem iPhone. Das Koppeln hat bei mir zuerst nicht geklappt. Der Lautsprecher wurde zwar erkannt, ich konnte aber keine Bluetooth-Verbindung herstellen. Nachdem ich den Lautsprecher vom Strom getrennt und wieder verbunden habe, ging es dann direkt. Seit dem gibt es auch keine Probleme mehr.

Ist die Nubert nuBoxx A-125 pro die perfekte Desktop-Schaltzentrale?
Die Nubert nuBoxx A-125 pro hat den Sonos ERA100 in meinem Büro abgelöst. Sie sind die ideale Lösung für alle, die am Arbeitsplatz keine Kompromisse beim Klang machen wollen. Dank USB-C-Anschluss sind sie die perfekte Ergänzung für Mac oder PC. Sie bieten eine exzellente Stereo-Bühne für die Größe und sind zukunftssicher dank USB-C DAC mit High-Res-Support. Für sehr große Räume ohne Sub-Unterstützung stoßen sie an ihren Grenzen. Doch dafür sind sie aber auch nicht gebaut.
Ich gebe eine klare Empfehlung für Home-Office-Vielnutzer und alle, die sich am Rechner einen guten Klang wünschen. Nubert liefert hier gewohnt hohe Qualität zum fairen Direktvertriebs-Preis. Das Lautsprecher-Paar kostet 398,00 Euro und ist direkt unter https://www.nubert.de/nuboxx-a-125-pro/a041324 bestellbar.






