Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Gaming trifft Lifestyle: Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Am heimischen Rechner oder der Konsole wollen wir immersiven Surround-Sound, eine latenzfreie Verbindung und ein klares Mikrofon für den Voice-Chat. Dabei muss der Kopfhörer nicht nur gut aussehen, kabellos funktionieren, sondern auch gut klingen. Und wenn er sich dann auch noch mit dem Smartphone verbinden lässt, kann man auch unterwegs Musik genießen. Das neue Razer Barracuda X Chroma Headset verspricht all dies.

„Hybrid Audio Freedom“ ist das Motto von Razer. Der Hersteller verspricht das Beste aus beiden Welten. Das Headset soll sich somit perfekt im Alltag eignen, aber auch als Gaming Headset eine gute Figur abgeben. Das Herzstück für diesen Spagat ist die Razer SmartSwitch Dual Wireless-Technologie, die es ermöglichen soll, nahtlos zwischen der blitzschnellen 2,4-GHz-Verbindung am PC und Bluetooth 5.3 am Smartphone hin- und herzuwechseln. Klingelt das iPhone während der Gaming-Session, kann man den Anruf direkt annehmen. Man kann dadurch gleichzeitig eine Verbindung zu verschiedenen Geräten per 2,4 GHz und Bluetooth herstellen.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Die technischen Daten sind vielversprechend: Die namensgebende Chroma-RGB-Beleuchtung (mit 6 Zonen) hält Einzug, das Gewicht bleibt mit leichten 285 Gramm erfreulich niedrig, und die Akkulaufzeit wurde auf satte 70 Stunden hochgeschraubt.

Design & Komfort: Stilvoll, schlicht und überraschend leicht

Wenn man das Razer Barracuda X Chroma in der White Edition zum ersten Mal aus der Verpackung nimmt, fällt die dezente Optik direkt ins Auge. Razer hat auf übertriebene Kanten oder klobige Gamer-Ästhetik verzichtet. Das matte weiße Finish wirkt edel, zieht keine Fingerabdrücke an und lässt das Headset eher wie einen modernen Lifestyle-Kopfhörer wirken als ein reines Gaming-Headset.

Razer Barracuda X Chroma Gaming-Headset im Test

Das ist auch zwingend nötig, wenn der Hybrid-Gedanke aufgehen soll. Wer möchte schon in der Bahn oder beim Spaziergang mit dem iPhone aussehen, als wäre er gerade aus einem Raumschiff gestiegen? Ein entscheidendes Detail hierfür ist das abnehmbare HyperClear Kardioiden-Mikrofon. Zieht man es ab, verwandelt sich das Barracuda X optisch sofort in einen regulären Over-Ear-Kopfhörer. Das Headset passt übrigens auch sehr gut für Kinderohren, ist aber auch für Erwachsene passend, ein echter Allrounder.

Wie ist der Tragekomfort des Kopfhörers?

Auf dem Kopf macht sich das geringe Gewicht bemerkbar oder halt auch nicht bemerkbar. Mit gerade einmal 285 Gramm ist das Barracuda X Chroma ein Leichtgewicht. Viele High-End-Kopfhörer oder wuchtigere Gaming-Headsets knacken schnell die 350-Gramm-Marke.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Razer hat dem Headset im Vergleich zum Vorgänger ein dicker gepolstertes Kopfband spendiert. In der Praxis führt das dazu, dass sich das ohnehin schon geringe Gewicht sehr gleichmäßig verteilt. Auch nach einer mehrstündigen Session am PC oder einem langen Nachmittag mit Musik und Podcast auf der Couch drückt hier nichts.
Die Ohrpolster bestehen aus atmungsaktivem Memory-Schaumstoff. Das dichtet zwar nicht ganz so extrem ab wie dickes Kunstleder, dadurch bekommt man aber auch nicht so schnell heiße Ohren. Bei anderen Kopfhörern habe ich es schon gehabt, das nach  nicht mal einer Stunde „die Ohren glühen“. Die Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad drehen, sodass das Headset bequem und flach am Körper anliegt, wenn man es gerade mal um den Hals trägt. So gedreht nimmt es auch weniger Platz in der Tasche ein, wenn man es mal transportieren möchte.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Wie passt sich die Beleuchtung an die anderen Razer Geräte an?

Der Namenszusatz „Chroma“ kommt nicht von ungefähr. An beiden Ohrmuscheln befinden sich nun RGB-Zonen (jeweils 6 Stück), die sich über Razer Synapse am PC oder die Razer Audio App am Smartphone in 16,8 Millionen Farben anpassen lassen. Im abgedunkelten Gaming-Zimmer macht das optisch schon ordentlich was her und fügt sich perfekt in ein bestehendes Razer-Ökosystem ein. Bin ich aber mit dem iPhone unterwegs, deaktiviere ich die Beleuchtung über die App. Das macht den Look direkt etwas erwachsener und unauffälliger. Ohne Beleuchtung ist die Akkulaufzeit mit 70 Stunden angegeben.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Wie verbindet sich der Kopfhörer mit dem Gaming-PC und dem Smartphone?

Grundsätzlich kann sich das Headset per Bluetooth mit verschiedenen Geräten verbinden. Auch den Gaming-PC habe ich im ersten Schritt mit Bluetooth verbunden. Das klappt problemlos. Besser ist es aber den beiliegenden USB-C-Dongle zu benutzen. Dieser stellt eine super schnelle 2,4-GHz-Verbindung (Razer HyperSpeed) zum PC her. Wer kein USB-C Port mehr frei hat, kann einfach den mitgelieferten Adapter auf USB-A nutzen. Die Verbindung wird über den Dongle direkt hergestellt und auch in der Razer Software angezeigt. Das Smartphone wird ganz klassisch per Bluetooth (Version 5.3) mit dem iPhone gekoppelt.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Der Clou an der Sache ist der nahtlose Übergang. Wenn ich am PC sitze und tief in einer Gaming-Session versunken bin, kann ich dennoch das Telefonat am Smartphone annehmen. Auch während der 2,4-GHz-Verbindung  wird der Anruf automatisch auf das Barracuda X Headset durchgestellt. Ich nehme an, telefoniere kurz und lege wieder auf. Das Headset wechselt in Sekundenschnelle wieder zurück zum In-Game-Sound des PCs. Möchte ich beim Zocken hingegen absolut meine Ruhe haben, lässt sich über die Razer Audio App auf dem iPhone unkompliziert ein „Bitte nicht stören“-Modus aktivieren. Alternativ kann ich über einen Doppelklick auf die SmartSwitch-Taste an der Ohrmuschel auch jederzeit manuell die Quelle wechseln.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Hier sind die Upgrades im schnellen Überblick:

  • Latenz: Der überarbeitete USB-C-Dongle drückt die Latenz der 2,4-GHz-Verbindung auf extrem flinke 20 Millisekunden. Das ist beim Gaming ein spürbarer Unterschied und absolut auf Augenhöhe mit kabelgebundenen Lösungen. Bild und Ton laufen absolut synchron.
  • Akku-Laufzeit: Schaltet man die Chroma-RGB-Beleuchtung ab, hält der Akku nun 70 Stunden durch.
  • Quick Charge: Wenn der Akku doch mal leer ist, lädt eine 15-minütige Kaffeepause am USB-C-Ladekabel wieder genug Energie für rund 6 Stunden Nutzung in den Akku.

Gerade im Zusammenspiel mit dem iPhone ist diese enorme Akkulaufzeit ein echter Segen. Für das tägliche Pendeln oder selbst für einen Wochenend-Trip kann das Ladekabel locker zu Hause bleiben. Genau diese Symbiose aus latenzfreier PC-Performance und unkompliziertem iPhone-Handling macht das Headset zu einem verlässlichen Begleiter weit über das reine Gaming hinaus.

Zwischen Gaming-Immersion und Musik-Genuss

Razer verbaut im Barracuda X Chroma seine patentierten TriForce 40-mm-Treiber und verspricht Sound in HiFi-Qualität. Das Besondere daran ist das dreiteilige Design, das Höhen, Mitten und Bässe physisch voneinander trennen soll.

Gaming-Performance am PC mit 2,4 GHz

Am Rechner ist das Barracuda Headset in seinem Element. Der 7.1 Surround Sound liefert eine hervorragende räumliche Ortung. In kompetitiven Shootern lassen sich Schritte präzise zuordnen, während bei atmosphärischen Rollenspielen eine schöne, breite Bühne aufgebaut wird. Der Bass ist kräftig, ohne dabei unangenehm zu dröhnen.

Razer Barracuda X Chroma Headset im Test

Musik-Genuss am iPhone über Bluetooth

Wechseln wir das Szenario: Ich sitze in der Bahn, das Headset ist per Bluetooth mit dem iPhone verbunden. Das Barracuda X Chroma ist kein audiophiler High-End-Kopfhörer, der die allerletzten Nuancen einer klassischen Symphonie rauskitzelt. Das will es aber auch gar nicht sein. Für den mobilen Alltag macht das Headset einen verdammt guten Job. Die TriForce-Treiber beweisen hier, dass das 3-Kammer-Konzept funktioniert. Der Bass ist ordentlich, überlagert aber nicht die Mitten, sodass Stimmen (egal ob Gesang oder im Podcast) klar und natürlich abgebildet werden. Die Höhen sind präsent, ohne bei höherer Lautstärke ins Zischen zu geraten. Wer die Abstimmung noch anpassen möchte, kann in der Razer Audio App bequem zwischen den Profilen „Spiel“, „Film“ und „Musik“ wechseln oder sich über den Equalizer sein ganz eigenes Profil zusammenmischen.

Wie ist die Mikrofon-Qualität in der Praxis?

Ein Headset steht und fällt mit der Sprachqualität. Das abnehmbare Razer HyperClear Kardioiden-Mikrofon wurde für diese Version nochmals überarbeitet, um tiefere Bässe und klarere Höhen der Stimme einzufangen. Im Test via Discord am PC wurde ich von meinen Mitspielern stets klar und verständlich wahrgenommen, Hintergrundgeräusche werden ordentlich herausgefiltert. Auch bei Telefonaten über das iPhone liefert das Mikrofon eine absolut saubere Vorstellung ab.

Und das alles bekommt man zu einem Preis von 139,99 Euro (Stand März 2026). Das Headset kann in den Farben schwarz und weiß, aber auch Phantom Green oder Phantom White bestellt werden. Die Phantom Versionen sind etwas teurer.

Kaufen könnt ihr es direkt bei Razer oder im Fachhandel: https://www.razer.com/razer-barracuda-x-chroma/

Alle Details zum Headset gibt es hier: https://www.razer.com/de-de/gaming-headsets/razer-barracuda-x-chroma