xWer sich einmal an den enormen Komfort eines automatischen Materialsystems (AMS) gewöhnt hat, möchte es im Druckalltag definitiv nicht mehr missen. Spätestens wenn das zweite AMS oder zusätzliche seitliche Aufhängungen für spezielle Filamente ins Spiel kommen, gleicht das Heimbüro eher einem chaotischen Materiallager als einem aufgeräumten Arbeitsplatz. Genau hier setzt der BIQU Panda Perch an.
Das Versprechen des Herstellers klingt für technikbegeisterte Maker äußerst verlockend: Eine Aufbaukonstruktion direkt für den Drucker, auf der gleich zwei AMS-Einheiten sicher übereinander platziert werden können. Das wird clever flankiert von seitlichen Halterungen für das AMS HT. Da ich ja selbst den Bambu Lab H2D im Einsatz habe, kann ich durchaus etwas Platz auf der Werkbank gebrauchen. Ein AMS steht auf dem Drucker, eins neben dem Drucker, daneben türmen sich Filamentrollen. Das muss doch besser gehen.

Daher habe ich mir das System von BIQU in den letzten Wochen im intensiven Dauereinsatz ganz genau angesehen. Kann eine Lösung, die ein derartiges Zusatzgewicht samt Filamentrollen direkt auf dem Druckerrahmen platziert, stabil genug sein? Oder treten bei schnellen Druckvorgängen störende Vibrationen auf?
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In diesem Testbericht schauen wir uns die Verarbeitungsqualität, den Aufbau und den echten Nutzen für all jene an, die ihr Setup endlich effizient, platzsparend und optisch ansprechend organisieren wollen.

Design und Montage des Panda Verse Storage
Hält das große Konstrukt den teils enormen Vibrationen bei schnellen Druckvorgängen stand? Der BIQU Panda Perch räumt diese Bedenken glücklicherweise recht schnell aus dem Weg.
Schon beim Auspacken fällt auf, dass BIQU hier nicht auf dünnes Plastik, sondern auf robuste, passgenaue Metallkomponenten und sehr massiven Kunststoff setzt. Die tragenden Profile und Verbindungselemente machen einen guten Eindruck. Nichts wirkt klapprig, die Kanten sind sauber verarbeitet, und die Oberflächenbeschichtung fügt sich optisch nahtlos in das typische Bambu Lab-Erscheinungsbild ein. Das gesamte Setup wirkt am Ende wie aus einem Guss und nicht wie ein billiges Fremd-Zubehörteil.

Wie läuft der Aufbau in der Praxis?
Die Montage ging in meinem Test zügig und logisch von der Hand. Die Dokumentation könnte etwas besser sein. Wer mit der gedruckten Version nicht zurückkommt, sollte auf das umfangreiche Videomaterial zurückgreifen. Damit sollte der Aufbau kein Problem sein.

Verschraubung: Die Schraubverbindungen greifen sauber. Man muss weder rohe Gewalt anwenden noch Gewinde nachschneiden, um die Teile bündig zusammenzufügen. Das spricht für gute Fertigungstoleranzen.

Passgenauigkeit: Gerade bei den seitlichen Aufhängungen für das AMS HT zeigt sich die Präzision des Systems. Die Halterungen greifen sicher und bieten dem AMS HT exakt den Halt, den es benötigt. Selbst wenn der Drucker auf Hochtouren läuft und schnelle Richtungswechsel hinlegt, kommt es hier zu keinem gefährlichen Aufschaukeln der seitlichen Last. Ich war skeptisch über die Saufnapf-Halterung, aber am Ende läuft alles zufriedenstellend.

Zeitaufwand: Wer nicht gerade zwei linke Hände hat, hat das Grundgerüst in gut 20 bis 30 Minuten fest montiert, ausgerichtet und ist bereit für die Bestückung.

Was mir in der Praxis besonders positiv aufgefallen ist: Sobald die Konstruktion steht und alle Verbindungen handfest angezogen sind, bildet der Panda Perch eine erstaunlich verwindungssteife Einheit. Auch voll beladen mit zwei Top-AMS-Einheiten und dem AMS HT an der Seite knarzt oder wackelt hier nichts auf bedenkliche Weise. Der Schwerpunkt des Druckers verlagert sich logischerweise spürbar nach oben, aber die clevere Lastenverteilung und die solide Basis der Panda Verse Storage Solution fangen das im Druckbetrieb hervorragend ab.

Technik & Praxis: Der BIQU Panda Perch im Dauereinsatz
Nachdem die Montage abgeschlossen war, ging es an das „Bestücken“ des Panda Perch. In meinem Setup thronen nun zwei AMS-Einheiten oben auf dem Drucker, während die Flanken von den Halterungen für das AMS HT eingenommen werden. Ich habe nur einen AMS HT, in den 3 anderen Halterungen lagere ich einfach Filament.
Top-Montage: Zwei AMS sicher auf dem Drucker
Das Stapeln von zwei AMS-Einheiten ist normalerweise eine wackelige Angelegenheit oder erfordert improvisierte Regallösungen. Der Panda Perch löst das durch eine präzise Führung. Die AMS-Einheiten werden nebeneinander platziert. Dadurch ragt die Halterung links und rechts über den Drucker hinaus.

In meinem Setup musste ich den Drucker anders aufstellen, da ich eine Schräge im Büro habe. Ich habe mich zwar gefreut, das alles passt, aber zu spät gemerkt, dass ich das AMS nicht mehr öffnen kann, weil es an die Schräge kommt. Ärgerlich, aber durch eine kleine Umstellung passt alles einwandfrei.
Seitenhalterungen: Der perfekte Platz für das AMS HT
Die seitlichen Aufhängungen sind für mich der eigentliche „Gamechanger“ dieses Systems. Da das AMS HT links und rechts hängt, bleibt der Zugriff auf die Rollen extrem komfortabel. Das Einsetzen der AMS HT-Einheiten funktioniert tadellos. Es ist eher wie eine Art Regalboden und das AMS wird draufgestellt. Daher sind die Flächen auch als Ablage für Filamente nutzbar.

Filament-Fluss: Durch die seitliche Positionierung wird der Weg zum Extruder extrem kurz gehalten. Das sorgt für eine sehr zuverlässige Zuförderung, was gerade bei High-Temp-Materialien, die oft spröder oder empfindlicher sind, ein echtes Sicherheitsplus ist.

Druckstabilität: Was macht das Ghosting?
Meine größte Sorge war die Physik: Ein hoher Schwerpunkt bei einem Drucker, der mit Beschleunigungen von bis zu 20.000 mm/s² arbeitet, ist theoretisch ein Fall für massives Ghosting und Ringing. Der Bambu Lab führt zwar vor jedem Druck seine Kalibrierung durch, aber mechanische Stabilität kann Software nicht komplett ersetzen. Durch die massive Verschraubung des Panda Perch mit dem Gehäuserahmen wirkt das gesamte System fast wie eine Versteifung. In meinen Testdrucken konnte ich keine sichtbare Verschlechterung der Druckqualität im Vergleich zum Betrieb ohne Aufbau feststellen. Das System schluckt die Schwingungen erstaunlich gut weg.

Achtet darauf, dass die Stellfläche (Tisch/Sideboard) absolut stabil ist. Der Panda Perch macht den Drucker zwar in sich steif, aber das Gesamtgewicht erhöht die Trägheit des gesamten Möbels. Ein massiver Untergrund ist hier Pflicht. Ich habe hier eine gute und stabile Werkbank im Einsatz.
Für wen lohnt sich die Halterung?
Das Setup des Panda Perch ist sehr spezifisch, löst aber ein in der 3D-Druck-Community weit verbreitetes Problem. Nach meinen Praxistests sehe ich hier vor allem klare Vorteile für bestimmte Nutzerprofile:

Der Platzoptimierer: Wer seinen Drucker im Home Office oder einer ohnehin schon vollen Werkstatt stehen hat, kennt den Kampf um jeden Zentimeter. Das Panda Perch verlagert den für die Materialversorgung benötigten Raum komplett in die Vertikale. Die benötigte Grundfläche auf dem Tisch bleibt nahezu identisch mit der des nackten Druckers.
Der Power-User: Wer regelmäßig zwischen PLA, PETG und High-Temp-Materialien wechselt und neben den Standard-Spulen auch das AMS HT nutzt, bekommt hier eine aufgeräumte Kommandozentrale. Die Wege zum Extruder sind optimal gelöst, das ständige Umstecken und Suchen nach Stellfläche für die Filament-Trockenboxen entfällt.

Weniger geeignet für: Nutzer, die ihren Bambu Lab auf einem sehr leichten, wackeligen Beistelltisch betreiben. Durch den hohen Schwerpunkt verstärken sich hier die Hebelkräfte naturgemäß. Ein massiver Unterbau oder ein schweres Rack ist für dieses Setup absolute Pflicht.
Fazit: Sinnvolles Upgrade oder wackelige Spielerei?
Ich war anfangs wirklich skeptisch, ob eine derart massive und schwere Konstruktion auf dem ohnehin schon sehr agilen Bambu Lab eine gute Idee ist. Niemand möchte sich durch Zubehör unnötiges Ghosting in seine Druckteile holen. Nach etlichen Druckstunden im Alltag kann ich aber absolute Entwarnung geben: Der BIQU Panda Perch ist stabil, extrem durchdacht und wirkt fast wie eine zusätzliche Gehäuseaussteifung.

Die Verarbeitung der Panda Verse Storage Solution bewegt sich auf einem Niveau, das optisch wie mechanisch perfekt zum Drucker passt. Es wackelt nichts, die seitlichen Halterungen für das AMS HT rasten sicher per Saugnapf ein. Die gewonnene Ordnung auf dem Schreibtisch ist im Alltag ein echter Segen.
Ist der Aufbau ein absolutes Must-have? Wer nur gelegentlich druckt, ohnehin nur ein einzelnes AMS besitzt und eine riesige Werkbank sein Eigen nennt, kommt sicher auch ohne aus. Wer sein Setup jedoch professionalisieren und mehrere AMS-Einheiten ordentlich, sicher und griffbereit unterbringen möchte, findet hier aktuell eine der besten Lösungen am Markt. Der aufgerufene Preis geht für die gebotene Materialqualität und die hohe Passgenauigkeit absolut in Ordnung.
Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung für alle, die ihr Filament-Chaos beenden wollen, ohne dabei Kompromisse bei der Druckqualität einzugehen.
Alle weiteren Details findet ihr hier:
https://biqu.equipment/biqu-panda-verse-storage-solution-for-h2d






