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Universalfernbedienung: ONE FOR ALL – Xsight Touch/Colour

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Universalfernbedienung XSIGHT

Die amerikanische Firma ONE FOR ALL möchte mit der Xsight Touch und Xsight Colour zwei Universalfernbedienungen in der Oberklasse ansiedeln. Bei der Touch sorgt ein Akku samt Ladestation für die nötige Stromzufuhr, bei der Colour muss man auf drei herkömmliche AA-Batterien zurückgreifen. Hierüber schweigt sich bei letzterer der Verpackungstext jedoch komplett aus. Beide Fernbedienungen weisen Farbdisplays auf. Bei der Touch tippt man zur Ausführung angezeigter Funktionen direkt in die Bildfläche, bei der Colour übernehmen insgesamt 6 seitlich angebrachte Tasten diese Aufgabe. Die übrigen Tasten sind nahezu identisch, lediglich die Hälfte davon ist bei der Colour mit einem Silberüberzug versehen, daher wohl auch der Name. Die sperrigen Blisterverpackungen kann man nur mit Werkzeug öffnen bzw. zerstören, um den Inhalt zu entnehmen. Somit lässt sich die Verpackung danach nicht mehr als Zubehör-Aufbewahrungsschachtel weiterverwenden. Zum Lieferumfang gehören neben der Fernbedienung ein Quickstart-Faltblatt, eine CD-ROM mit Gerätetreibern für den PC und ein Standard-MiniUSB-Verbindungskabel. Die Touch-Variante enthält zusätzlich, wie erwähnt, eine Ladestation und ein entsprechendes Steckernetzteil. Nachfolgend wurden alle Funktionen anhand der Xsight Touch durchgeführt, denn die beiden Fernbedienungen verhalten sich, bis auf die oben beschriebenen Unterschiede, identisch.

Der erste Eindruck: Die Fernbedienung sieht schick aus und liegt gut in der Hand, nur Fingerabdrücke sind dank spiegelglatter schwarzer Oberfläche unvermeidlich. Die Tasten sind logisch sinnvoll angeordnet, lassen sich gut mit dem Daumen erreichen, haben einen definierten Druckpunkt und können dank blauer Hintergrundbeleuchtung auch im Dunkeln gut abgelesen werden. Nach dem Einlegen des Akkus startet sofort der Setup-Assistent zur Geräte- und Systemeinstellung. Die eingeblendeten deutschen Texte auf dem Display kann man dabei häufig nicht vollständig lesen, da die Schrift von Schaltflächen überdeckt wird. Bei englischer Sprachwahl passiert dies nicht. Der Hersteller hat offenbar die Menütexte übersetzen lassen, ohne zu prüfen, ob diese anschließend noch in die Displaymasken passen. Schade, denn dieses Manko begegnet dem Anwender ab der ersten Minute und im weiteren Verlauf der Einrichtung ebenfalls immer mal wieder. Die Auswahl der Signalcodes für die zu bedienenden Geräte ist dank Assistentschritten, Gruppierungen nach Geräteklassen und umfangreicher Markenauswahl schnell gefunden. Zumindest vordergründig, was die Grundfunktionen wie On/Off, Play/Stop, Zifferntasten etc. betrifft. Grundsätzlich besteht nach Auswahl eines Gerätes die Möglichkeit, vor der endgültigen Speicherung Bedientests durchzuführen. Leider gehören die Softkeys auf dem Display nicht mit zum Testumfang. Jedoch trennen diese gerade die Spreu vom Weizen und entscheiden, ob man den Gerätecode übernehmen möchte oder nicht. Grundfunktionen werden nämlich häufig unterstützt, aber die Spezialfunktionen auf den Softkeys sind mehr oder weniger umfangreich und auf die betreffenden Geräte zugeschnitten.

Um zu erfahren, ob der CD-Player die Taste für Titelprogrammierung oder Zufallswiedergabe akzeptiert, oder ob der Fernseher die Videotexttaste oder die Umschaltung TV/AV versteht, muss man den in Frage kommenden Signalcode also erst abspeichern, um anschließend die Softkeys testen zu können. Einmal abgespeicherte Gerätecodes lassen sich allerdings nur um zusätzliche Tastenfunktionen erweitern, Löschen geht nur für das komplette Gerät. Die Geräteeinrichtung kann also durchaus eine Weile dauern, wenn man auf die Softkeys Wert legt und verschiedene vorprogrammierte Codes durchtesten muss. Und bei einem Anwender, der sich eine solche Premium-Fernbedienung zulegt, kann von diesem Wunsch sicherlich ausgegangen werden. Übrigens lässt sich die Reihenfolge der eingerichteten Geräte später für das Bedien-Auswahlmenü nachträglich nicht mehr ändern. Man tut also gut daran, sich vorab, z.B. anhand der Gebrauchshäufigkeit der Geräte, zu überlegen, wie die gewünschte Einrichtungsreihenfolge aussehen soll. Fehlende Bedienfunktionen lassen sich grundsätzlich für alle Geräte nachprogrammieren. Dazu lernt die Xsight die Codes der Originalfernbedienungen. Bei unserer Einrichtung hatten wir jedoch den Eindruck, dass nachträglich gespeicherte Codes gelegentlich auch mal gerne wieder vergessen werden und erneut programmiert werden mussten. Woran dies liegt, konnte nicht geklärt werden. Die Reihenfolge der neu angelegten Softkeys auf dem Display lässt sich mit Bordmitteln nicht mehr ändern oder einzeln löschen. Eine Tastenbeschriftung kann in Großbuchstaben eingegeben werden. Zwei der vier Hauptkategorien der Xsight, „Favoriten“ und „Aufgaben“, können ohne PC-Unterstützung nicht eingerichtet werden. Zur Konfiguration wird eine USB-Verbindung mit dem PC benötigt. Auf der mitgelieferten CD befindet sich lediglich der Gerätetreiber, da der Hersteller das eigentliche Konfigurationsprogramm „EZ-RC“ ausschließlich webbasiert zur Verfügung stellt. Eine Internetverbindung ist daher bei jeder PC-Konfiguration der Xsight unumgänglich. Die Online-Konfiguration erfolgt durchweg in englischer Sprache. Zunächst muss ein Benutzerkonto angelegt werden. Dazu werden persönliche Daten wie Name, Alter, Land, Region und Postleitzahl abgefragt. Eine direkte Notwendigkeit für diese Eingaben erschloss sich uns nicht. Beim ersten Verbinden der Xsight wird ungefragt online nach einer aktuellen Firmware gesucht und diese geflasht, ohne dass der Anwender hierzu einen einzigen Klick tätigen darf. Versionsstände vergleichen, ein Flashen zeitlich aufschieben, die Flashdatei auf der Festplatte speichern, ggf. Rückflashen – dies alles geht nicht. Nach dem Einloggen auf der Webseite hat der Anwender nun jedes Mal die Möglichkeit, seine zuletzt gespeicherte Onlineversion der Xsight-Konfiguration aufzurufen, die aktuelle Konfiguration seiner Fernbedienung hoch zu laden oder mit einem völlig neuen Setup anzufangen. Unerfahrene Anwender sollten hier tunlichst aufpassen, welchen Punkt sie auswählen, da hierbei Einstellungen unbeabsichtigt überschrieben werden können. Hatte man seit der letzten PC-Synchronisierung der Xsight zum Beispiel nachträglich neue Kommandos gelernt, sollte man diese beim erneuten Verbinden erst hochladen, sonst sind sie verloren. Die Möglichkeit, mehrere Konfigurationsprofile anzulegen, ist nicht vorgesehen. Man könnte sich höchstens mehrmals als neuer Benutzer registrieren, um dann dort mit jeweils einer Konfiguration zu arbeiten. Neben der Einrichtung von Favoriten-TV-Listen incl. Senderlogos für die Softkeys, Aufgaben-Modi und Befehls-Makros können vom PC aus auch bereits programmierte Gerätefunktionen modifiziert werden. Auch die Reihenfolge der Softkeys lässt sich nun ändern. Allerdings ist eine Sortierung innerhalb eines Displayfensters nur für maximal 6 Kommandos möglich. Ein Verschieben von Softkeys in andere Fenster (durch Blättern) scheint nicht vorgesehen zu sein. Die Tastenbeschriftungen sind nun auch in Groß-/Kleinschreibung möglich. Für fast alle Einstellungen bietet das Webinterface Schritt-für-Schritt-Assistenten. Die Zuordnung aller Tasten kann zudem für jedes Gerät aus dem Pool an vorprogrammierten Kommandos neu definiert werden. Unsere Empfehlung lautet, die Konfiguration der Xsight so weit wie möglich mit der Online-Software durchzuführen, da dies übersichtlicher, komfortabler und vor allem wesentlich umfangreicher geschieht als offline an der Fernbedienung selbst. Allenfalls das Lernen neuer Kommandos ist der Xsight ohne PC vorbehalten.


Fazit

Der erste Eindruck der Xsight Touch bzw. Colour ist durchaus positiv, und wenn man die mehrstündige Programmierprozedur (ohne und mit PC) erst einmal hinter sich und die Fernbedienung im Rahmen des Machbaren nach seinen Wünschen konfiguriert hat, freut man sich, die Schar an anderen Originalfernbedienungen in die Schublade legen zu können und komfortabel mit der Xsight Schalten und Steuern zu können. Die Grundeinrichtung geht einfach, bedienergeführt und flott von der Hand, allerdings reichen die vorprogrammierten Codes in der Regel nur für die allereinfachsten Gerätefunktionen. Nachträgliches Erlernen von Codes ist leicht (sofern nicht gelegentlich einzelne Codes wieder vergessen werden), aber im Detail werfen die mangelnde individuelle Gestaltungsmöglichkeit von Softkey- und Gerätereihenfolgen, abgeschnittene Displaytexte oder Hürden bei der Synchronisation mit dem PC dem Anwender einige unschöne Stolpersteine in den Weg, die den Wunsch erwecken, dass es recht bald ein neues Firmware-Update geben möge. (Patrick Bosselmann / Frank Brenner)

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