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Der Einstieg in die DVD-Welt einfach gemacht

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Die Situation für Einsteiger



Sehr häufig werden potentielle Neueinsteiger, die sich
für eine moderne Heimkinoanlage interessieren, zu der ein
DVD-Player genauso wie diskreter Mehrkanalsound gehören, von
den angeblich so hohen Summen, die investiert werden müssen,
um klangliche und visuelle Brillanz auch genießen zu
können, abgeschreckt. Dazu stellt sich noch die Frage: Was
brauche ich überhaupt? Ein neues Lautsprechersystem, ein
neuer Fernseher oder noch besser ein Videoprojektor, ein neuer
Verstärker und ein DVD-Player - da kommt schon einiges
zusammen, und nicht wenige hindert dies am Einstieg.

Dabei ist es in der Praxis gar nicht so unbezahlbar, wie es oft
dargestellt wird, einige der vorhandenen Komponenten können
zumindest für eine Übergangszeit übernommen
werden, und die Preise für viele DVD-Player,
Verstärker, Lautsprecher und Fernseher sind längst
nicht mehr so hoch. Dazu werden oft brauchbare Rest- oder
Sonderposten zu Schnäppchenpreisen angeboten.

Diese kleine Einführung will versuchen, die
Zusammenstellung einer 5.1.-Anlage für Einsteiger mit allem,
was nötig ist, darzustellen.



Der Fernseher

Zunächst benötigt man für das richtige visuelle
Erlebnis einen geeigneten Fernseher. Für die wahren Freaks
fängt Heimkino zwar erst mit einem Videoprojektor richtig
an, doch dieser reißt, kauft man ein qualitativ brauchbares
Gerät, gleich ein sehr großes Loch in das Budget.
Außerdem ist die Installation vergleichsweise
zeitaufwendig, auch wenn DLP (Digital Light Processing)- oder LCD
(Liquid Cristal Display)-Projektoren im Vergleich zu einem
Röhren- (auch CRT-Projektoren genannt) viel einfacher
aufzustellen und zu betreiben sind, im Bild allerdings nach wie
vor selbst gegenüber relativ preisgünstigen
Röhrenprojektoren ein niedrigeres Niveau bieten.

Gerade für den Einsteiger gilt: Auch mit einem Fernseher
kann Heimkino genossen werden. Wert sollte, wenn sowieso ein
Neukauf ansteht, auf einen TV im 16:9-Format gelegt werden, damit
man die volle Auflösung anamorpher DVDs bekommt. Wer beim
Thema "guter Fernseher" auch spontan an ein 100 Hz-Gerät
denkt, kann in vielen Fällen enttäuscht sein: Viele oft
gar nicht mal günstige 100Hz-Fernseher haben eine Fülle
von elektronischen Bildverbesserern und Filtern, die der Aufgabe,
das Fernseh- oder VHS-Videobild in verbesserter Form
darzustellen, auch gerecht werden. Ganz anders sieht es hingegen
beim DVD-Bild aus: da die DVD schon systembedingt ein sehr gutes
Bild bietet, verkehrt sich der Effekt oftmals ins Gegenteil:
Anstatt das Bild zu verbessern, treten sehr häufig durch die
ganzen digitalen Bildverbesserer bedingte, lästige
Digitalisierungseffekte auf, die das Bild negativ beeinflussen.
Zwar sollen laut den Fernseherherstellern die Bildverbesserer
abschaltbar sein, doch auch im deaktivierten Zustand sind
häufig noch Spuren der "Verschlimmbesserer" zu sehen. Von
daher sollte man vor dem Kauf eines 100Hz-Geräts (16:9 100
Hz-TVs zu kaufen ab 1.500 Mark aufwärts) prüfen: Ist
das DVD-Bild tatsächlich gut und frei von
Digitalisierungseffekten wie sichtbaren Farbreduzierungen, Pixeln
oder Nachzieheffekten?


Ein 50Hz-Fernseher mit einer großen Bildschirmdiagonale
(Heimkino-tauglich ab 71 cm Bildschirmdiagonale, entspricht einem
28-Zoll-16:9 TV) ist aus den oben genannten Gründen oft
nicht unbedingt eine schlechte Alternative. Zwar tritt hier noch
das lästige Bildflimmern auf, aber dafür sind die
Geräte oft frei von jeglichem überflüssigen
digitalen Schnickschnack. 16:9 50 Hz-Geräte gibt es noch von
vielen Firmen (z.B Sony, Philips, Panasonic). Mit etwas
Glück kann man für rund 1200 DM ein brauchbares
Schnäppchen machen.


Allgemein sollte beim Fernseherkauf darauf geachtet werden, dass
dieser über möglichst viele Anschlüsse
verfügt. Eine Scart-Buchse mit RGB-Eingang hat heutzutage
eigentlich jeder Fernseher der oben beschriebenen Kategorien.
Besser sind jedoch gleich mehrere Anschlüsse, von denen
einer S-Video - tauglich sein sollte. Denn wer neben dem
DVD-Player auch noch einen Videorecorder sowie vielleicht eine
Set Top - Box fürs Digital - TV oder eine Spielekonsole
anschließen möchte hat, kommt schon schnell in Not:
Die ganzen Geräte mit dem TV korrekt zu verbinden, ist
manchmal schwer möglich. Wer nach anderen Möglichkeiten
sucht, kann zu einem im Handel erhältlichen
Scart-Mehrfach-Umschalter greifen. Dazu zwei Dinge: Zum einen
wird das Bild beim Durchschleifen durch einen
Scart-Mehrfachadapter immer (je nach Qualität des
Umschalters) schlechter. Zum anderen sollte unbedingt darauf
geachtet werden, dass der Umschalter nicht nur FBAS-beschaltetet
ist. Die Preise für hochwertige Umschalter sind aber
gesalzen: Ab etwa 200 bis 250 DM erwirbt man gute
Qualität.


Wenn möglich, sollte der DVD-Player über RGB oder
S-Video mit dem Fernseher verbunden werden, um die
bestmögliche Bildqualität zu erreichen. Ob S-Video oder
RGB die bessere Alternative ist, sollte der, der die Wahl hat, in
der Praxis ausprobieren. Eine generelle Regel lässt sich
nicht aufstellen. Prinzipiell lässt sich ein DVD-Player an
jeden Fernseher einfach anschließen, der über eine
Scart-Buchse verfügt.


Der DVD-Player als unverzichtbarer Bestandteil der Heimkino-Anlage

Unser Hauptaugenmerk gilt dem DVD-Player als Mittelpunkt der
Heimkinoanlage. Auch der schlechteste und billigste DVD-Player
ist einem VHS- oder auch S-VHS-Recorder immer noch hinsichtlich
der gebotenen Bildqualität weit überlegen. Einer
horizontalen Auflösung von über 500 Linien bei DVDs
stehen 240 Linien bei VHS bzw. 400 Linien bei S-VHS entgegen.
Ebenso ist jeder DVD-Player gleichzeitig auch ein CD-Player -
warum also, wenn sowieso demnächst ein neuer CD-Player
angeschafft werden soll, nicht gleich zum DVD-Player greifen? Wem
multimediale Eigenschaften wichtig sind: Fast alle DVD-Spieler
der aktuellen Gerätegeneration spielen CD-Rs und CD-RWs ab -
im Zweifelsfall aber vor dem Kauf überprüfen. Auch
tendieren mehr und mehr Markenhersteller dazu, DVD-Player mit
MP3-Wiedergabemöglichkeit zu offerieren. Die
Gerätepreise sinken immer weiter: Für rund 350 bis 500
DM kann man als Restposten-, Schnäppchen- oder
Sonderpostenjäger gute Geräte erstehen. Vorsicht ist
allerdings geboten bei Billiggeräten aus Fernost: Auch wenn
der Preis und die Features verlockend erscheinen, so stecken
Billigplayer oft voller Fehler und werden ihrem elementaren
Einsatzzweck, nämlich DVDs fehlerfrei wiederzugeben, nicht
gerecht. Daher lieber zum Marken-Einstiegsplayer greifen, denn:
Auch wenn man dort ebenfalls ein "Montagsgerät" bekommen
kann, die Wahrscheinlichkeit, dass gravierende Mängel
auftreten, ist doch merklich geringer, und Bild- und
Tonqualität sowie die Kompatibilität liefern viel
weniger Anlass zur Klage seitens des Kunden.

Klangliche Lösungen

Was nun den Ton betrifft, so ergeben sich verschiedene
Möglichkeiten:

  • Den Einsatz eines Verstärkers, der einen Sechskanaleingang hat, in Verbindung mit einem DVD-Player mit integriertem Decoder
  • Der Einsatz eines Verstärkers mit integriertem Decoder und ein DVD-Player ohne Decoder

Wem der Sound nicht ganz so wichtig ist, kann auch ganz auf die
Heimkinoanlage verzichten: Jeder DVD-Player verfügt
über eine "Downmix" - Funktion, die den Mehrkanalton der DVD
(wenn er in Dolby Digital codiert ist, funktioniert nicht bei
DTS) zu einem Stereo-Signal zusammenmischt, welches dann
über die Fernsehlautsprecher wiedergegeben wird.

Zum ersten Punkt:

Es gibt immer noch viele DVD-Player, die den für den
Sechskanalsound benötigten Decoder schon mitbringen, obwohl
die Preise für einen AV-Receiver mit Dolby Digital- und
DTS-Decoder kräftig gesunken sind. Wer noch einen
Verstärker oder Receiver mit Sechskanal-Cincheingang auf der
Geräterückseite besitzt oder günstig gebraucht ein
Modell erwerben kann, wird noch einiges Interesse an DVD-Playern
mit eingebauten Decodern haben. Der Interessent sollte sich aber
über einiges im klaren sein: So erreicht ein integrierter
Decoder in den Punkten Lautsprecher-Setup und Klangqualität
nicht den Level eines gute Receivers (Preisklasse um 800 - 1000
DM). Damit bietet sich ein DVD-Player mit Decoder als
Übergangslösung bis zum Kauf eines DD-/DTS-Receivers
oder -Verstärkers an. In der Preisklasse zwischen 800 und
1000 DM finden sich meist Geräte, die ausschließlich
einen Dolby Digital-Decoder haben.

Ein richtig gutes Klangerlebnis ermöglicht die Kombination
aus DVD-Player ohne integriertem Decoder und Verstärker
/Receiver mit eingebautem Decoder . Der DVD-Player wir mit
digitalem optischen oder digitalem koaxialen Kabel mit dem
Verstärker verbunden. Ab 800 bis 1000 DM haben viele Firmen
(Denon, Pioneer, Sony, Technics, Onkyo, Yamaha, Harman/Kardon)
brauchbare Receiver im Programm. Die Verstärker
verfügen fast alle über Equal Power-Endstufen - jeder
der fünf Kanäle wird mit identischer Leistung versorgt.
Ebenso bieten sich ausreichende Anschlussmöglichkeiten
für digital und analog angeschlossene Zuspieler.



Der Subwoofer-Kanal

Nun wird immer nur von fünf Endstufen und fünf
Kanälen gesprochen - dabei geht es doch um
Sechskanalsysteme! Und der .1.-Kanal darf keinesfalls
vernachlässigt werden: er ist für den aktiven Subwoofer
reserviert, der für den richtigen Schalldruck im
Tieftonbereich sorgt. Eine Subwooferleistung von rund 100 Watt
ist in der Regel für normal große Räume (bis 40
Quadratmeter) ausreichend, Geräte gibt es z.B. von Kenwood,
Yamaha oder JBL bereits ab ca. 300 bis 400 DM.

Auf den aktiven Subwoofer sollte keinesfalls verzichtet werden,
denn erst mit ihm stellt sich das komplette 5.1.-Klangerlebnis
richtig ein. Einen Subwoofer Pre-Out genannten Ausgang für
den Anschluss eines aktiven Woofers über Cinch besitzen alle
gängigen Verstärker- und Receivertypen, die für
Sechskanalbetrieb ausgelegt sind.



Die sonstigen Boxen

Wichtig bei einem Sechskanal-Boxensystem ist, dass man sich
bewusst macht, dass auch die hinteren Boxen mit einem
Stereosignal und mit dem gesamten Frequenzbereich (20 Hz bis 120
kHz) versorgt werden. Von der Baugröße extrem kleine,
für den monoauralen und frequenzbegrenzten, wattschwachen
Klang von Dolby Surround Pro Logic ausgelegte Boxen befriedigen
im Sechskanalbetrieb kaum und stoßen rasch an ihre
Leistungsgrenze. Daher sollte darauf geachtet werden, dass auch
hinten vollwertige Boxen zum Einsatz kommen, die das gesamte
Frequenzspektrum abdecken. Die Frontboxen können in den
meisten Fällen zumindest für eine Übergangszeit
weiter verwendet werden. Für rund 300 DM bekommt man einen
Boxensatz für die Surroundkanäle, noch mal 300 DM
werden für einen brauchbaren Center-Lautsprecher
fällig.

Natürlich klingt ein Komplettsystem, bei dem alle Boxen
klanglich genau aufeinander abgestimmt wurden, deutlich besser,
jedoch sind die Kosten auch höher: Es ist beim Kauf eines
kompletten Boxensystems darauf zu achten, dass alle Boxen
möglichst vom gleichen Hersteller sind und aus der gleichen
Baureihe stammen. Viele Boxenhersteller bieten verschiedene
Heimkino-Baureihen mit Haupt-, Center- und Surroundboxen an (zum
Beispiel Heco, JBL, Jamo, Magnat, Infinity, ASW, Teufel, Nubert,
Canton, um nur einige zu nennen). Kostenpunkt für ein
komplettes neues, brauchbares Lautsprecher-Set für den
Heimkino-Einsteiger: Rund 900 bis 1500 DM, denn alle
Eletroniksupermärkte führen praktisch permanent
Tiefpreisaktionen mit Lautsprechersystemen durch. Wer sich
für ein Satelliten- und Subwoofersystem interessiert
(Sub/Sat-Systeme), bei dem fünf identische Lautsprecher
für die 5 Vollfrequenzkanäle enthalten sind und ein
aktiver oder passiver Subwoofer mitgeliefert wird, sollten
folgende Tipps beachten: Aktiv sollte der Woofer auf jeden Fall
sein, und die fünf Lautsprecher sollten eine ordentliche
Raumwirkung entfalten können, ohne störende
Klanglöcher. Für alle Lautsprecher-Käufe gilt: NIE
blind kaufen, UNBEDINGT Probe hören - Ob ein Lautsprecher
gefällt oder nicht, hängt zu einem großen Teil
vom subjektiven Klangempfinden ab.



Fazit

Es ist, wie man sieht, gar nicht so schwierig, eine
Sechskanalanlage zusammenzustellen, und vor allem auch gar nicht
so teuer. Wichtig ist vor allem ,dass man sich auch die Zeit
nimmt, um die Geräte Probezuhören- und zu sehen. Denn
höherer Preis heißt nicht automatisch bessere
Qualität, und kleiner Preis heißt nicht
grundsätzlich, dass die Offerte nur ein Blender ist. Jeder
muss auch wissen, wo sein individueller Schwerpunkt liegt -
mancher legt besonders viel Wert aufs Bild, andere wollen einen
möglichst kraftvollen und dynamischen Sound.

Dieser Text stammt mit freundlicher Genehmigung von BUROSCH Audio-Video-Technik.

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